Platzhalter für Paul Klees "Angelus Novus" bei Ausstellung in New York

    Paul Klees Zeichnung "Angelus Novus" zeigt in Tusche und Ölkreide auf bräunlichem Papier eine geflügelte Figur mit aufgerissenen Augen und Mund.
    Von Paul Klees 1920er Zeichnung "Angelus Novus" fühlte sich Walter Benjamin zu seinem "Engel der Geschichte" inspiriert. © picture alliance / Heritage Images / Fine Art Images
    Paul Klees Zeichnung "Angelus Novus" sollte eigentlich eine zentrale Rolle bei einer Ausstellung im Jüdischen Museum in New York spielen. Doch das Werk hängt in Israel fest. Das berichtet das Online-Kunstmagazin "Hyperallergic" und zitiert einen Aushang im Museum. Darauf heißt es, der Transport der Zeichnung verzögere sich aufgrund der aktuellen Lage im internationalen Warenverkehr, vermutlich eine Anspielung auf die Störungen infolge des Iran-Kriegs. Bis zur Ankunft aus dem Israel-Museum in Jerusalem wird "Angelus Novus" demnach durch einen Platzhalter repräsentiert. Paul Klee schuf das kleinformatige Werk aus Tusche und Ölkreide im Jahr 1920. Weltweit bekannt wurde es durch seinen Besitzer, den Kulturkritiker Walter Benjamin, der mehrere seiner Schriften auf das Bild bezog. Die Zeichnung gilt als Symbol für die Verfolgung durch die Nationalsozialisten und Benjamins Suizid 1940 auf der Flucht. Das bräunliche Blatt Papier überlebte, weil der Philosoph es in der Bibliothèque nationale in Paris versteckte. Von dort gelangte es in die Hände Theodor W. Adornos und nach Jerusalem.