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Sein und Streit | Beitrag vom 25.10.2015

PhilosophiemagazinSind Verschwörungstheorien vernünftig?

Moderation: Joachim Scholl

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Brennenden Türme des World Trade Centers nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in New York (imago/GranAngular)
Auch um 9/11 ranken sich unzählige Verschwörungstheorien. (imago/GranAngular)

Verschwörungstheorien begegnen uns in Zusammenhängen, in denen wir verunsichert sind und nach Erklärungen suchen, sagt Karl Hepfer. Der Philosoph widmet ihnen sein neues Buch mit dem Untertitel "Eine philosophische Kritik der Unvernunft". Wir haben mit ihm gesprochen.

Gibt es die Sterne am Nachhimmel? Gibt es Elektronen? Auf viele Fragen können wir nicht mit unserer Erfahrung antworten. Wir haben Theorien und Vorstellungen, die eine Antwort bereithalten. Ähnlich verhält es sich mit Verschwörungstheorien. Karl Hepfer hat in seinem neuen Buch etliche aufgelistet. Ob Mondlandung, Nine Eleven oder Kennedy-Attentat – ihm geht es darum, die Argumente zu analysieren und den Nutzen von Verschwörungstheorien aufzuzeigen.

Lektüretipp:
Karl Hepfer: Verschwörungstheorien: Eine philosophische Kritik der Unvernunft
Transcript Verlag, Bielefeld 2015
192 Seiten, 24,99 Euro.

Außerdem in der Sendung:

  • Arno Orzessek beschäftigt sich im philosophischen Wochenkommentar mit der Frage: Wem gehört der Weltraum? Es geht um ein Gesetzgebungsverfahren in den USA, mit dem man die außerirdische Ausbeutung im All regeln möchte.
  • Privat im Netz – wie lange noch? Im Beitrag von Gerd Brendel geht es um das Verhältnis von Privatem und Öffentlichem. Er sprach mit den Organisatoren zweier philosophischer Veranstaltungen zu diesem Thema.
  • Kleine Leute, große Fragen: Ilka Lorenzen fragte in dieser Woche Kinder: Was ist Sehnsucht?
  • Und unsere drei von Kant inspirierten Fragen beantwortet die Schauspielerin Iris Berben.
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