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Sein und Streit | Beitrag vom 30.09.2018

Philosoph Martin SeelÜber die Kunst des zwanglosen Denkens

Moderation: Christian Möller

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Aus einem Fenster im Kopf fliegen Vögel in die Welt hinaus. (imago / Ikon Images)
Philosophie der Abschweifung: Gedankenspiele öffnen neue Räume. (imago / Ikon Images)

In der Philosophie geht es ums Rechthaben - könnte man meinen. Mindestens ebenso wichtig aber ist das "Nichtrechthabenwollen", meint Martin Seel: Erst die Abwege des Denkens führen zu neuen Einsichten.

Wie "Nichtrechthabenwollen" überhaupt funktionieren kann, das erkundet der Frankfurter Philosoph in seinem neuen Buch gleichen Namens: In lose verknüpften Gedankenspielen versucht er sich an einem Denken im Grenzbereich zwischen Philosophie, Poesie und Jazz.

Wie diese drei Disziplinen miteinander zusammenhängen, was die Kunst dem begrifflichen Denken voraus hat, und warum gerade die Philosophie ihre eigenen Überzeugungen immer wieder in Frage stellen muss, darüber sprechen wir mit Martin Seel in dieser Sendung.

Kommentar zur Deutschen Einheit: Integration statt Heimat

Der 3. Oktober steht vor der Tür, aber von "Einheit" sind wir weiter entfernt denn je, so scheint es. Beschwörungen der Heimat à la Seehofer helfen da nicht weiter - gegen die soziale Spaltung hilft nur eine richtig verstandene Integration, kommentiert Arnd Pollmann.

Philosophische Orte: Spinozas Zuflucht in Rijnsburg

Baruch de Spinoza war nicht nur Philosoph, sondern auch Rabbiner. Seine kritische Bibelauslegung trieb ihn in jungen Jahren ins Exil - im holländischen Rijnsburg fand er Zuflucht: Hier sind die Spuren seines Denkens noch heute präsent. Étienne Roeder besuchte "Het Spinoza Huis", das heute ein Museum ist.

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