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Sein und Streit | Beitrag vom 02.09.2018

Philosoph Markus GabrielÜber die Würde des Denkens

Moderation: Stephanie Rohde

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Geschäftsmann denkt und löst Probleme (imago/Ikon Images)
Zum Wesen des Menschen gehört die Fähigkeit, sich selbst zu entwerfen. (imago/Ikon Images)

Wir denken falsch über das Denken. Und weil wir das tun, bedrohen wir unsere eigene Freiheit und die Demokratie – so die jüngste steile These des Philosophen Markus Gabriel.

Der Erkenntnistheoretiker Markus Gabriel hält Gedanken für genauso real wie Löwen. In dieser Ausgabe von "Sein und Streit" erklärt der prominente Vertreter des "Neuen Realismus", wie er darauf kommt, und liefert zudem eine vernichtende Kritik an der heute gängigen Auffassung, der Mensch sei bloß ein intelligentes Reiz-Reaktions-Bündel, das geschickter sozialer Steuerung bedürfe.

Auch an der postmodernen Idee, Wahrheit sei lediglich sozial konstruiert, lässt Gabriel kein gutes Haar. Den Vorstellungen, wir lebten heute in einer "postfaktischen" Welt, und künstliche Intelligenzen könnten bald zu besseren Menschen werden, hält der Philosoph einen "aufgeklärten Humanismus" entgegen.

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