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Thema / Archiv | Beitrag vom 26.10.2006

Philosoph Gosepath plädiert für Rationierung im Gesundheitswesen

Stethoskop (Stock.XCHNG / Sanja Gjenero)
Stethoskop (Stock.XCHNG / Sanja Gjenero)

Der Gießener Professor für Philosophie, Stefan Gosepath, hält eine Rationierung im deutschen Gesundheitswesen für notwendig. Im Deutschlandradio Kultur sagte Gosepath, man sei zur Rationierung gezwungen, "es können nicht alle das bekommen, was sie gerne hätten."

Für die behandelnden Ärzte würden daher Prinzipien benötigt, die genau vorschrieben, wie diese sich den Patienten gegenüber zu verhalten hätten. Diese Prinzipien müssten nach statistischen Gesichtspunkten festgelegt werden.

Der Philosoph verwies dabei auf die Stadt New York. Dort habe es Pläne zum Bau einer teuren Spezialklinik für Brandopfer gegeben. Diese seien verworfen worden, weil eine solche Klinik nur zwölf Patienten im Jahr hätte behandeln können. "Die Stadt New York hat das abgelehnt und ich finde zu Recht und man kann nicht sagen, dass sie zwölf Leute in den Tod geschickt hätte." Man könne aber sagen, dass das Risiko für einen New Yorker, im Fall einer extremen Brandverletzung zu sterben, gestiegen sei. Dies sei moralisch zumutbar, so Gosepath.

Das gesamte Gespräch mit Stefan Gosepath können Sie für begrenzte Zeit in unserem Audio-on-Demand-Angebot nachhören.

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