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Mittwoch, 14.11.2018
 
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Kulturnachrichten

Freitag, 8. Mai 2015

PEN-Zentrum Deutschland bestätigt Leitung

Für weitere zwei Jahr bleibt alles beim Alten

Die Schriftstellervereinigung PEN-Zentrum Deutschland hat ihre Leitung für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt. Neben dem Präsidenten Josef Haslinger wurden die vier anderen Vorstandsmitglieder des Präsidiums von der Mitgliederversammlung wiedergewählt. Das teilte Geschäftsführerin Claudia C. Krauße nach der Abstimmung heute in Magdeburg mit. Einen Wechsel habe es lediglich bei einem der fünf Beisitzer-Posten gegeben. So folge Nina George der bisherigen Beisitzerin Sabine Kebir nach, die sich nicht noch einmal zur Wahl gestellt habe. Der österreichische Schriftsteller Haslinger, der auch als Professor am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig lehrt, ist seit Mai 2013 PEN-Präsident. Ehrenpräsident ist der Dramatiker Christoph Hein. Zweiter Ehrenvorsitzender war bis zu seinem Tod am 13. April dieses Jahres der Literaturnobelpreisträger Günter Grass.Die Wahl des insgesamt zehnköpfigen Präsidiums erfolgte während der Jahrestagung des PEN-Zentrums in der sachsen-anhaltischen Landeshauptstadt. Das PEN-Zentrum Deutschland ist eine der weltweit rund 140 Schriftstellerorganisationen, die im PEN International vereint sind. Die Buchstaben PEN stehen für die englischen Wörter Poets, Essayists und Novelists.

Auch Syrien mit Pavillon in Venedig

Mit einer spektakulären Installation auf der Kunstbiennale

Auch das Bürgerkriegsland Syrien ist mit einer eigenen Ausstellung bei der Kunstbiennale in Venedig vertreten. Der beteiligte albanische Künstler Helidon Xhixha zeigte heute in der Lagune vor dem Markusplatz eine spektakuläre Eisberg-Installation. Insgesamt präsentieren laut Mitteilung des syrischen Pavillons elf Künstler ihre Arbeiten, darunter auch vier syrische. Kurator ist der Italiener Duccio Trombadori, der auch schon vor zwei Jahren den syrischen Auftritt verantwortete. Der Mitteilung zufolge unterstützt der Pavillon "die Entwicklung eines Dialog zwischen freien künstlerischen Ausdrucksformen, die für das sich verändernde, vielschichtige Erscheinungsbild der Gegenwart stehen". Morgen beginnt die Biennale mit dem ersten Publikumstag und der Vergabe der Goldenen Löwen. Sie dauert bis zum 22. November.

Latchinian wieder zum Intendanten in Rostock berufen

Oberbürgermeister folgte dem Beschluss der Bügerschaft

Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling hat den Ende März fristlos gekündigten Intendanten des Rostocker Volkstheaters, Sewan Latchinian, wieder auf seinen Posten berufen. Die Aufsichtsratsvorsitzende des Theaters, Eva-Maria Kröger, bestätigte heute diese Entscheidung Methlings. Er folgte damit dem Beschluss der Bürgerschaftsmehrheit vom vergangenen Mittwoch. Latchinian war wegen eines Vergleichs der Theaterpolitik des Landes mit Kulturzerstörungen der Terrormiliz Islamischer Staat gekündigt worden.

Prozessbeginn um gefälschte Giacometti-Figur

Zwei Männer stehen vor dem Münchener Landgericht

Wegen versuchten Betrugs mit einer gefälschten Skulptur des Schweizer Künstlers Alberto Giacometti stehen seit heute zwei Männer vor dem Münchner Landgericht. Der 60 Jahre alte Kunsthändler und sein sieben Jahre älterer Komplize sind wegen Urkundenfälschung und versuchten Betrugs in besonders schwerem Fall angeklagt. Der Ex-Frau eines Angeklagten und deren Mutter wirft die Staatsanwaltschaft Beihilfe vor. Für den geplanten Verkauf einer Nachbildung von Giacomettis Bronzefigur "L'Homme qui marche" fertigten die Hauptangeklagten der Anklage zufolge Unterlagen zum Beweis der Echtheit an. Ein Verkaufs-Versuch an eine Züricher Galerie scheiterte 2009 trotzdem wegen "fehlender Authentizität".

Wowereit und Müller sollen zu Staatsopern-Skandal aussagen

Das beschloss der parlamentarische Untersuchungsausschuss

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller und sein Vorgänger Klaus Wowereit sollen zum Bauskandal bei der Staatsoper Unter den Linden aussagen. Das beschloss heute der parlamentarische Untersuchungsausschuss auf seiner ersten Sitzung. Es gehe darum, auch die politische Verantwortung für die jahrelange Bauverzögerung und die Kostenexplosion bei der Sanierung des Opernhauses zu klären. Das sagte der Ausschuss-Vorsitzende, Wolfgang Brauer. Ein Ergebnis soll bis Mai 2016 vorliegen. Befragt werden soll Wowereit als früherer Kultursenator und Müller als einstiger Bausenator. Auch der Generalmusikdirektor der Staatsoper, Daniel Barenboim, sowie Bau-Staatssekretärin Regula Lüscher sollen zitiert werden. Die Sanierung des von Barenboim und Intendant Jürgen Flimm geleiteten Opernhauses hatte 2010 begonnen und sollte im Herbst 2013 beendet sein. Wegen Planungspannen sowie Schwierigkeiten mit dem morastigen Grund und der maroden Bausubstanz stiegen die Kosten von 239 auf inzwischen wohl 389 Millionen Euro. Die Wiedereröffnung verschob sich auf den Herbst 2017.

Jakobsweg von Bielefeld nach Wesel eröffnet

Die historische Route ist 200 Kilometer lang

Der fünfte und letzte Jakobsweg in Westfalen ist heute in Telgte feierlich eröffnet worden. Die etwa 200 Kilometer lange historische und ausgeschilderte Route führt von Bielefeld über Warendorf, Münster, Coesfeld und Borken nach Wesel. Bereits früher wurden Strecken von Osnabrück nach Wuppertal, Höxter nach Bochum, Marburg über Siegen nach Köln und von Minden nach Soest eingerichtet. "Was vor 13 Jahren begann, kommt mit insgesamt 1.000 Kilometern Jakobspilgerwegen in Westfalen zu einem guten Ende", sagte der Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe , Matthias Löb. 2002 wurde das Projekt "Wege der Jakobspilger in Westfalen" gestartet.

Düsseldorfer Schauspielhaus "wieder auf soliden Beinen"

Wieder höhere Besucherzahlen

Das Düsseldorfer Schauspielhaus hat seine Finanzkrise überwunden und lockt wieder mehr Publikum an. "Das Haus steht wirtschaftlich wieder auf ganz soliden Beinen". Das sagte der kaufmännische Leiter Alexander von Maravic heute bei der Vorstellung des neuen Spielplans für 2015/16. Maravic und der künstlerische Leiter Günther Beelitz hatten das Theater mitten in der Krise vor gut einem Jahr für eine Übergangszeit übernommen. Zur Spielzeit 2017/18 wird der bisherige Dresdner Schauspielchef Wilfried Schulz neuer Intendant in Düsseldorf. Beelitz setzt in seiner Abschiedsspielzeit literarisch und politisch auf "deutsche Themen". Gespielt wird unter anderem Goethes "Faust" und Klaus Manns "Mephisto". Das Düsseldorfer Schauspielhaus gehört mit einem Etat von rund 24 Millionen Euro zu den größten Sprechtheatern Deutschlands.

Dirigent Jansons verlängert Vertrag in München

Er bleibt bis 2021 Chefdirigent

Mariss Jansons bleibt bis 2021 Chefdirigent von Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Darauf verständigten sich Jansons und BR-Intendant Ulrich Wilhelm, wie der BR heute mitteilte. "Mariss Jansons ist es gelungen, die Weltgeltung des BR-Symphonieorchesters zu festigen und weiter auszubauen", sagte Wilhelm. "Das Orchester und Maestro Jansons tragen ganz wesentlich zum weltweiten Ruf Bayerns als Kulturstaat bei." Unter der künstlerischen Leitung des lettischen Dirigenten habe sich die Zahl der Abonnenten fast verdreifacht. Jansons sagte: "Es ist mir eine große Freude, dass wir unsere Zusammenarbeit nach 15 erfolgreichen Jahren über das Jahr 2018 fortsetzen werden." Jansons ist seit 2003 Chefdirigent der beiden weltweit renommierten Klangkörper des Bayerischen Rundfunks. Er wurde auch als neuer Chefdirigent der Berliner Philharmoniker gehandelt.

Trauerbeflaggung für Günter Grass

In Schleswig-Holstein werden die Flaggen auf halbmast wehen

Zur Gedenkfeier für Literaturnobelpreisträger Günter Grass an diesem Sonntag werden in ganz Schleswig-Holstein die Flaggen auf halbmast wehen. Der Innenminister habe für alle öffentlichen Gebäude des Landes Trauerbeflaggung angeordnet. Das teilte das Ministerium heute in Kiel mit. Zur zentralen Trauerfeier im Lübecker Theater werden rund 900 Gäste erwartet, darunter auch Bundespräsident Joachim Gauck. Grass war am 13. April im Alter von 87 Jahren in einem Lübecker Krankenhaus gestorben.

Berliner Philharmoniker am Sonntagabend im Kino

Live-Konzert mit Mariss Jansons

Einen Tag vor der Wahl des neuen Chefdirigenten der Berliner Philharmoniker können Musikfans am Sonntag abend das Orchester live im Kino erleben. Auf den Leinwänden von fast 130 Kinos in ganz Europa spielt es ein Konzert direkt aus Berlin unter Leitung von Mariss Jansons. Der aus Lettland stammende Dirigent galt bisher als einer der Kandidaten für die Nachfolge von Chefdirigent Sir Simon Rattle, verlängerte aber heute seinen Vertrag als Chefdirigent des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks in München bis 2021. Auf dem Programm stehen Werke der klassischen Moderne von Béla Bartok, Maurice Ravel sowie das zweite Violinkonzert von Dmitri Schostakowitsch mit dem Geiger Frank-Peter Zimmermann als Solisten.

Ärger wegen Ende der Carl-Orff-Festspiele

Stiftung weist Zensurvorwürfe zurück

Nach dem angekündigten Ende der Carl-Orff-Festspiele im Kloster Andechs hat die Orff-Stiftung Vorwürfe der Festspielleitung zurückgewiesen. Die Stiftung habe die künstlerische Freiheit stets respektiert und "niemals Zensur ausgeübt", heißt es in einer in Dießen am Ammersee verbreiteten Erklärung. Zudem sei niemals mit einem juristischen Vorgehen gedroht worden. Die Festspielleitung hatte gestern das Aus für die Veranstaltungsreihe nach der Saison 2015 angekündigt. Hintergrund seien "nicht überbrückbare Differenzen" mit der Carl-Orff-Stiftung, wie das Kloster mitteilte. Die Mönche hatten die Entscheidung tags zuvor getroffen. Festspielleiter Marcus Everding sagte, die Orff-Stiftung habe wegen Differenzen über die Inszenierungen seine Ablösung verlangt. Er sprach von "Zensur" und äußerte Bestürzung über die Entwicklung. Das Carl-Orff-Festival lockt seit 1998 jährlich knapp 10.000 Besucher auf den Heiligen Berg am Ammersee. Die letzten Orff-Festspiele auf finden vom 13. Juni bis 26. Juli statt.

"Solar Impulse 2" verschiebt Pazifik-Überflug erneut

Start frühestens am Montag

Der Schweizer Sonnenflieger "Solar Impulse 2" wird später als geplant zur schwierigen Etappe über den Pazifik aufbrechen. Nicht morgen, sondern frühestens am Montag werde der Pilot André Borschberg den fünf Tage und fünf Nächte langen Flug von Nanjing ist Ostchina nach Hawaii antreten, hieß es heute auf der Internetseite des Flugteams. Der Start war bereits Anfang der Woche verschoben worden. Der Flug nach Hawaii soll die bislang längste Strecke der Reise werden. Die vorherigen Etappen der Weltreise hatten jeweils nicht länger als 20 Stunden gedauert.

Optimistischer Ausklang der Internet-Konferenz Re:publica

Drei Tage wurde über Perspektiven der digitalen Gesellschaft diskutiert

Nach mehr als 100 000 Tweets zur Re:publica ist die Internet-Konferenz gestern mit optimistischen Tönen zu Ende gegangen. Die Veranstalter zogen eine positive Bilanz. Rund 7000 Besucher aus 23 Ländern hätten die Beiträge von rund 800 Sprechern verfolgt, sagte der Blogger Johnny Haeusler. Mit einem Anteil von 44 Prozent konnte die Re:publica deutlich mehr Frauen anziehen als vergleichbare Technologie-Konferenzen. Im Mittelpunkt stand die Kritik an staatlicher Überwachung und an der EU-Flüchtlingspolitik. Für hoffnungsvolle Akzente sorgten Projekte der Netzkunst. Am Anfang der Konferenz stand die skeptische Diagnose "Das System ist kaputt». Redner wie der kanadische Science-Fiction-Autor Cory Doctorow erklärten: "Computer sind zu einem Sicherheitsalptraum geworden"- zentrale Forderung war der "Einstieg in den Ausstieg aus der Massenüberwachung". Ein Schwerpunkt des letzten Tages waren neue Geschäftsmodelle in der Musikbranche. Die Zukunft des Musikkonsums liege im Streaming über das Internet, hieß es einhellig.

Opernhäuser starten Streaming-Angebot

15 europäische Musiktheater beteiligen sich an "Opera Platform"

Opernhäuser aus ganz Europa wollen einige ihrer Produktionen kostenlos ins Netz stellen. Zum Start der "Opera Platform" zeigt heute das Teatro Real in Madrid live Giuseppe Verdis "La Traviata", wie die Initiative nach einer Konferenz in der spanischen Hauptstadt mitteilte. Mit am Start sind 15 Theater sowie der europäische Kulturkanal Arte. Aus Deutschland sind es die Komische Oper Berlin und die Oper Stuttgart. Die Produktionen sind sechs Monate frei im Archiv abrufbar und werden in sechs Sprachen untertitelt. Dazu gibt es Hintergründe, Interviews und einen Blick hinter die Kulissen. Zu den Initiatoren zählen auch die Wiener Staatsoper, das Brüsseler Opernhaus La Monnaie, die Häuser in Helsinki, Lyon, Turin, Riga, Amsterdam, Oslo und Warschau, das Festival d'Aix-en-Provence sowie das Royal Opera House Covent Garden in London und die Welsh National Opera.

Deutscher Pavillon bei 56. Kunstbiennale in Venedig eröffnet

Ausstellungsgebäude als imaginäre Fabrik

Der Deutsche Pavillon bei der Kunstbiennale in Venedig war schon vieles - eine Straßenbahnhaltestelle, eine U-Bahn-Station und eine Kirche der Angst. Dieses Mal hat Kurator Florian Ebner den Deutschen Pavillon in eine imaginäre Fabrik verwandelt, in der es vor allem um Flüchtlinge, Arbeitslosigkeit und die Macht der digitalen Medien geht. Deutschland will sich mit seinem Beitrag zur 56. Kunstbiennale in Venedig kritisch in den internationalen Kulturdialog einschalten. "Kunst sollte intervenieren und dazu anregen, sich mit den grundlegenden Fragen des Lebens und des Weltgeschehens auseinanderzusetzen", sagte Europa-Staatsminister Michael Roth gestern bei der offiziellen Eröffnung. Im Deutschen Pavillon sei das eindrucksvoll und innovativ umgesetzt. Morgen öffnet die fast sieben Monate dauernde Schau für das Publikum.

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