"PEN Sprachen Russlands" will die Kultur von Minderheiten sichtbar machen

Exilschriftsteller aus dem ehemaligen sowjetischen Imperium haben die Organisation „PEN Sprachen Russlands“ gegründet. Damit wollen sie die nicht-russischen Sprachen und Literaturen stärker sichtbar machen. Die FAZ nennt erstmals einige Mitglieder, etwa die tatarische Dichterin Dinara Rasuleva und die Sprecherin der finno-ugrischen Minderheit der Komi, Lana Pylajewa. Auch russische Autoren, die den Krieg ihres Landes gegen die Ukraine verurteilen, sind mit dabei: der in Potsdam lebende Autor Sergej Lebedew oder die Künstlerin Darja Serenko. Aus Sicherheitsgründen können nicht alle Mitstreiter genannt werden. Auf Instagram stellt "PEN Sprachen Russlands" für dieses Jahr eine erste Anthologie in Aussicht. Sie soll unter anderem die Unterdrückung kleinerer Sprachen in Russland aufzeigen, ebenso die Verletzung kultureller Rechte von Minderheiten. Die neue Organisation wurde bereits im vergangenen Herbst vom PEN International anerkannt.