PEN Deutschland veurteilt Haftstrafe gegen Kamel Daoud

    Kamel Daoud steht während einer Rede auf einer Bühne.
    Der Schriftsteller Kamel Daoud © AFP / Behrouz Mehri
    Die Schriftstellervereinigung PEN Deutschland hat das Urteil gegen Kamel Daoud als massiven Angriff auf die Meinungs-und Kunstfreiheit kritisiert. Der in Paris lebende Schriftsteller war in Abwesenheit von einem algerischen Gericht zu drei Jahren Haft und einer hohen Geldstrafe verurteilt worden. Hintergrund ist sein Roman "Houris". Damit hatte der Autor ein gesetzliches Sprechverbot über den algerischen Bürgerkrieg zwischen dem Militärregime und islamistischen Gruppen gebrochen. Von PEN hieß es: Das Gericht erkläre nicht Mord zum Verbrechen, sondern dessen literarische Protokollierung. Tausende Terroristen würden geschützt, ein Schriftsteller verurteilt. Die Feder werde in Algerien offiziell als eine Waffe anerkannt, die mächtiger sei als eine Bombe.