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Fazit / Archiv | Beitrag vom 22.04.2016

Peaches über PrinceGeschlechterrollen einfach ausgehebelt

Peaches im Gespräch mit Vladimir Balzer

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Peaches bei einem Auftritt in der Manufaktur in Schorndorf 2009. (picture-alliance/ dpa - Marijan Murat)
Peaches bei einem Auftritt in der Manufaktur in Schorndorf 2009. (picture-alliance/ dpa - Marijan Murat)

Wohl kaum jemand spielte so virtuos das Spiel mit den Geschlechtern wie Prince. Er war irgendwie beides, männlich und weiblich, findet die kanadische Sängerin und Wegbegleiterin Peaches.

"Oversexed" - ohne dieses Attribut ist der verstorbenen Prince nicht vorstellbar, es gehört zu Kernbestand seiner Ausstattung als Celebrity und Popfigur. Wegen Prince wurde der "Parental Advisory"-Aufkleber erfunden.  

"Oversexed" zu sein ist auch Kernbestandteil von Peaches. Die kanadische Künstlerin hantiert mit allen Arten sexueller Explizitheit und Mehrdeutigkeit. Ihre Verehrung für Prince hat die Musikerin auch in einem Huldigungsartikel zum 50. des großen Meisters in der Popzeitschrift SPEX kundgetan.

Weiblichkeit sehr geschätzt

"He was the embodiment of both", sagt Peaches über Prince: Er war irgendwie beides, männlich und weiblich, ein echtes Genie. Wie er sich gekleidet hat, wie er sich bewegt hat, wie er getanzt hat, das hat Geschlechterrollen einfach ausgehebelt, sagte eine sichtlich bewegte Peaches im Interview mit Deutschlandradio Kultur. "I am still in shock", sie stehe noch immer unter Schock, fügte sie an.

Prince habe Frauen und Weiblichkeit sehr geschätzt, erzählte sie, und habe gern mit weiblichen Musikern und Tontechnikern zusammengearbeitet. Das fand auch immer wieder Niederschlag in seinen Liedern. 

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