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Neonlicht / Archiv | Beitrag vom 21.04.2014

OsternGlaubenssachen!

Über Fragen der Religiosität und des Wetters

Moderation: Martin Böttcher

Wetterfrosch in einem Weckglas. (picture alliance / dpa / WILDLIFE/I.Elsner)
Wetterfrosch in einem Weckglas (picture alliance / dpa / WILDLIFE/I.Elsner)

In der Ostermontagsausgabe besucht das Neonlicht rappende Priester, eine umfunktionierte Kirche, lässt sich erzählen, warum Religiosität in der Großstadt wieder wichtiger wird und stellt die Frage: Glaubst Du an den Wetterbericht?

Von  Holger Lühmann

In Polen hat die katholische Kirche ein festes Fundament. Das hat mit der Vergangenheit des Landes zu tun und mit prägenden Persönlichkeiten. Ausnahmsweise ist damit an dieser Stelle nicht Papst Johannes Paul II. gemeint, den der Vatikan Ende April heilig sprechen will. Sondern ein junger Pfarrer aus Breslau, der zwar noch keine Wunder vollbracht hat, über den man sich aber trotzdem wundern kann – schuld ist seine Begeisterung fürs Rappen.

Von Martin Böttcher

Großstadt und Gottesfurcht, das verträgt sich in der modernen Gesellschaft nicht sonderlich gut. So dachten jedenfalls lange Zeit die Sozialwissenschaften – und nicht nur die. Modernen Untersuchungen aber hält dieses Vorurteil nicht stand: in vielen Städten spielt der Glaube in neuen Ausprägungen und unter veränderten Vorzeichen wieder eine größere Rolle. Ein Interview mit Dr. Stephan Lanz, Kulturwissenschaftler an der Europa-Universität Viadrina und Leiter des Projekts "Urban Prayer".

Von Andi Hörmann

Es gibt Heilige Messen im Zug und die Andacht im Autoscooter. Auch im Fußballstadion oder auf dem Campingplatz werden Gottesdienste gefeiert. Aber die Zweckentfremdung ist keine Einbahnstraße. Nur dass es immer wieder Ärger gibt, wenn die Kirchen für andere Dinge gebraucht (manche sagen: missbraucht) werden. Solisten des Bayerischen Staatsballetts tanzten jetzt trotzdem in einer Münchner Kirche eine Szene aus dem "Sommernachtstraum". Ungewöhnlich, dieser Ballettgottesdienst – aber auch Besuchermagnet.

Von Guido Meyer

Marius Müller-Westernhagen sang einst, durchaus nachvollziehbar, von seinem Glauben an die Deutsche Bank, denn "die zahlt schließlich aus in bar!" Anderen Institutionen sollte man nicht ganz so leichtherzig Glauben schenken: den Wetterdiensten zum Beispiel. Und ganz besonders denen in Florida. Das unberechenbare subtropische Klima macht die täglichen Vorhersagen extrem unsicher. Jetzt sollen Freiwillige mit ihrer Arbeit die Glaubwürdigkeit der Wetterfrösche retten.

 

Neonlicht

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Stoßstange an Stoßstange stehen die Autos auf der Avenida Paulista in der brasilianischen Großstadt Sao Paulo (Aufnahme vom 11.01.2010). (picture-alliance / dpa / Helmut Reuter)

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Blick am 03.08.2007 von der Wettsteibrücke über den Rhein auf den Baseler Stadtteil Grossbasel mit dem Münster der Stadt. ( picture-alliance/ dpa /  Thomas Eisenhuth  )

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Boring ConferenceDie Kunst der Langeweile
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