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Konzert / Archiv | Beitrag vom 06.02.2018

Osnabrücker SinfonieorchesterMütter mit junger Oboistin

Aufzeichnung aus der Osnabrückhalle

Der Dirigent Andreas Hotz, Generalmusikdirektor des Theaters Osnabrück (Uwe Lewandowski/Theater Osnabrück )
Der Dirigent Andreas Hotz, Generalmusikdirektor des Theaters Osnabrück (Uwe Lewandowski/Theater Osnabrück )

Andreas Hotz leitet das Osnabrücker Sinfonieorchester an diesem Abend mit Musik von Ferruccio Busoni und Alexander Skrjabin. Die junge Oboistin Juliana Koch spielt außerdem das Solokonzert von Mozart und ein neues Werk des Esten Peeter Vähi.

Mochte Wolfgang Amadeus Mozart die Oboe? Auf jeden Fall mehr als die Flöte, der gegenüber er eine Abneigung empfunden haben soll. Sein (allerdings) einziges Oboenkonzert gehört zu den weltweit geschätzten Pretiosen der Gattung. Nicht nur die Tonart C-Dur ist hell und klar, sondern die Rolle an sich, die das Soloinstrument in ihm spielt, sowohl in den schnellen Ecksätzen, als auch im elegischen Mittelsatz. Juliana Koch ist in Osnabrück die Solistin - sie erhielt beim letzten ARD-Musikwettbewerb den 2. Jury- und den Publikumspreis. In Westniedersachsen wird die junge Musikerin außerdem mit dem Osnabrücker Musikpreis ausgezeichnet.

Für diesen Abend hat sie ein zweites Werk mitgebracht, das für sie geschrieben wurde: "To the mother" für Oboe und Orchester des estnischen Komponisten Peeter Vähi. Den Blick deutlich in Richtung Osten lassen die Osnabrücker Sinfoniker unter Leitung ihres Generalmusikdirektors Andreas Hotz zum Schluss des Konzerts schweifen - mit der noch recht "konventionellen" zweiten Sinfonie des Moskauers Alexander Skrjabin, der zum Ende seines recht kurzen Lebens zum Klangmystiker wurde. Begonnen hatte er seine Karriere als meisterhafter Pianist, genauso wie sein italienischer Zeitgenosse Ferruccio Busoni. Dessen elegisches Wiegenlied eröffnet das Programm in Osnabrück, ein kurzes eindrucksvoll farbenreiches Orchesterstück, dessen Untertitel "Des Mannes Wiegenlied am Grab seiner Mutter" die biografischen Hintergründe dieser Musik beschreibt. 

Osnabrückhalle
Aufzeichnung vom 29. Januar 2018

Ferruccio Busoni
Berceuse élégiaque op. 42

Wolfgang Amadeus Mozart
Oboenkonzert C-Dur KV 314

Peeter Vähi
"To the Mother" (Deutsche Erstaufführung)

Alexander Skrjabin
Sinfonie Nr. 2 c-Moll op. 29

Juliana Koch, Oboe
Osnabrücker Sinfonieorchester
Leitung: Andreas Hotz

Konzert

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