Seit 01:05 Uhr Tonart

Montag, 14.10.2019
 
Seit 01:05 Uhr Tonart

Interview | Beitrag vom 13.08.2019

Ordensschwester über das "Freiwillige Ordensjahr"Tiefer Einblick in das Klosterleben

Moderation: Ute Welty

Beitrag hören Podcast abonnieren
Zwei Zisterzienserinnen stehen ein einem Kloster in Deutschland bei der Messe mit dem Rücken zur Kamera. Sie tragen ein weißes Gewand und einen schwarzen Nonnenschleier.  (imago images / epd)
Zwei Ordensfrauen bei der Messe: Beten und teilen. (imago images / epd)

Zusammen leben, arbeiten, beten. Wer das Klosterleben kennen lernen möchte, kann es nun im Rahmen eines "Freiwilligen Ordensjahres" erkunden. Schwester Dorothea Köhler aus dem Franziskanerinnenkloster Vierzehnheiligen erklärt, worauf es dabei ankommt.

Seit Mitte Juli gibt es in Deutschland das "Freiwillige Ordensjahr" in deutschen Klöstern analog zum freiwilligen Sozialen Jahr. Im bayerischen Franziskanerinnenkloster Vierzehnheiligen bei Bad Staffelstein zieht heute eine erste Freiwillige für sechs Monate ins Kloster ein.

Dort wird sie das Leben der Gemeinschaft "miterleben", nicht als Gast, sondern als Teil der Ordensfrauen, sagt die Franziskanerin Dorothea Köhler im Deutschlandfunk Kultur:

"Sie kommt in die Gemeinschaft rein, teilt Gebetszeiten, teilt das Gemeinschaftsleben, wird gemeinsam mit den Schwestern essen."

Spirituelle Sehnsucht

Zum Klosterleben gehört auch eine Arbeitszeit von 30 Wochenstunden. Diese kann jedoch auch außerhalb des Klosters absolviert werden.

Die Klosterkirche von Vierzehnheiligen thront über dem sie umgebenden Wald. (imago / F. Berger)Die Klosterkirche von Vierzehnheiligen bei Bad Staffelstein in Bayern. (imago / F. Berger)

Wichtig sei der Gemeinschaft auch, dass die Mitschwester auf Zeit eine "spirituelle Sehnsucht" mitbringe, sagt Köhler. Wer sich allerdings in "einer akuten Lebenskrise" befinde, sei nicht geeignet.

Das "Freiwillige Ordensjahr" habe grundsätzlich zum Ziel, interessierten Frauen ein realistisches Bild der Ordensgemeinschaft zu vermitteln.

(huc)

Mehr zum Thema

Abtei Maria Laach - Das Bauhaus-Kloster
(Deutschlandfunk, Tag für Tag, 25.07.2019)

Immobilienmarkt - Kloster zu verkaufen
(Deutschlandfunk, Tag für Tag, 09.05.2019)

Franziskanerin Katharina Kluitmann - "Ich sehe an ganz vielen Ecken neue Ideen"
(Deutschlandfunk Kultur, Religionen, 10.12.2017)

Interview

SPD-Regionalkonferenzen Mehr Slogans als Inhalte
Die Kandidaten für den Parteivorsitz der SPD stehen bei der letzten Regionalkonferenz auf der Bühne und halten übergroße Ballons mit der Aufschrift "#UnsereSPD". Bei der Konferenz geht es um die Nachfolge für die zurückgetretene Parteivorsitzende Nahles. (Lino Mirgeler/dpa/Picture-alliance)

Sechs Kandidatenduos stellen sich den SPD-Mitgliedern zur Wahl für den Parteivorsitz. Der "Spiegel"-Journalist Markus Feldenkirchen lobt den bisherigen Wettstreit als Möglichkeit der Mitwirkung. Dennoch sei das Verfahren zu starr ausgefallen.Mehr

Vogelkunde Der Ruf der Kraniche
Kraniche sind auf der Suche nach Futterplätzen auf den Äckern in Vorpommern, um sich vor dem Weiterflug in die Winterquartiere auf den Feldern Energiereserven anzufuttern. ( Bernd Wüstneck/dpa/picture-alliance )

Der Naturforscher Bernhard Weßling räumt mit einigen Mythen rund um die Kraniche auf. So sind sie treuloser als gedacht. Mit dem Computer analysiert der Experte die Kommunikation der Zugvögel und unterscheidet ihre Zurufe. Mehr

Großelterntag in Bayern Quantensprung beim Glück
Eine ältere Frau spielt mit ihrer Enkeltochter.   (Mascha Brichta/dpa/picture-alliance )

Auf Initiative von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat Bayern jetzt einen Großelterntag. In "Opas Blog" schreibt Detlef Untermann seine Gedanken über das Großelterndasein nieder und gerät darüber ins Schwärmen. Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur