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Interview / Archiv | Beitrag vom 28.10.2014

Olafur Eliasson"Reibung zur Welt macht Kreativität aus"

Der Künstler über seinen Gegenentwurf zur Kunsthochschule

Moderation: Liane von Billerbeck und Hans-Joachim Wiese

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(picture alliance / dpa / Tim Brakemeier)
Der dänisch-isländische Künstler Olafur Eliasson (picture alliance / dpa / Tim Brakemeier)

Kunst und Wissenschaft, Kunstwerk und Experiment verfließen immer mehr, Künstler arbeiten zunehmend zu Themen und mit Methoden der Wissenschaft. Einer der Vorreiter dabei war und ist Olafur Eliasson. Im Gespräch zieht er eine erste Bilanz.

Der Däne hat bereits 2009 an der Berliner Universität der Künste das "Institut für Raumexperimente" eingerichtet, wo er Künstlern das Werkzeug für eine andere, experimentelle Auseinandersetzung mit der Welt an die Hand geben will. Nun soll nach fünf Jahren eine erste Bilanz gezogen werden.

Kunst sei heute eine Verhandlung, der Umgang mit einem Werk, die Beziehung zu dem Werk, sei das, was das Kunstwerk interessant macht, so Olafur Eliasson. "Von daher ist die Reibung zur Welt das, was Kreativität ausmacht", sagt Eliasson.

Die Vorgehensweise des Künstlers sei wichtig, das Vertrauen in die Welt sei für den Künstler von großer Bedeutung. Das Vertrauen in den Prozess der Entstehung des Kunstwerks, sei sehr wichtig. In den Kunstschulen werde dieses Vertrauen nicht gelehrt, die formularbezogene Ausbildung sei noch zu weit verbreitet.

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