Offener Brief für Frauenquote beim Berliner Theatertreffen

    Das Logo des Theatertreffens ist bei einem Pressetermin im Haus der Berliner Festspiele zu sehen. Es werden die 10 bemerkenswertesten Inszenierungen des vergangenen Jahres bekanntgegeben.
    Beim 63. Theatertreffen waren noch die Hälfte der eingeladenen Produktionen von Frauen. © picture alliance / dpa / Jens Kalaene
    Das Theatertreffen in Berlin soll künftig ohne Frauenquote stattfinden. Das hat die neue Jury entschieden. Dagegen gibt es jetzt Protest. Mehr als 300 Kulturschaffende haben sich für die Quote ausgesprochen. Die angekündigte Abschaffung ist eine fatale Entscheidung, schreiben sie an die Jury und die Leitung des Theatertreffens. Die strukturelle Benachteiligung von Frauen im Theaterbetrieb besteht weiter, heißt es. Unterzeichnet haben Schauspielerinnen, Regisseure sowie Dramaturginnen. Darunter sind zahlreiche Prominente wie Sandra Hüller, Bjarne Mädel und Milo Rau. Für das Theatertreffen werden jeweils die zehn bemerkenswertesten Inszenierungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgewählt. Seit 2020 galt, dass mindestens die Hälfte von Frauen oder überwiegend weiblichen Kollektiven stammen muss.