Österreichische Nobelpreisträger kämpfen für ungekürzten Lateinunterricht

    Die kapitolinische Wölfin säugt die Knaben Romulus und Remus: Statue auf dem Kapitolsplatz in Rom
    Die kapitolinische Wölfin säugt die Knaben Romulus und Remus: Statue auf dem Kapitolsplatz in Rom © picture alliance/dpa
    Der Plan des österreichischen Bildungsministers, zugunsten von Medienkompetenz und KI bei den Lateinstunden einzusparen, stößt auf prominenten Widerstand. Zahlreiche Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Kultur warnen vor einer "Marginalisierung der sogenannten 'toten' Sprache" und haben eine Petition gegen die Bildungsreform gestartet. Unter den Unterstützern finden sich neben Ex-Bundespräsident Heinz Fischer und dem Autor Michael Köhlmeier auch die drei Nobelpreisträger Elfriede Jelinek (Literatur), Peter Handke (Literatur) und Anton Zeilinger (Physik). In einem offenen Brief an den liberalen Minister Christoph Wiederkehr von den Neos stellen die Akademiker und Kulturschaffenden klar: "Latein ist kein Sprachunterricht, sondern steht für unser kulturelles Erbe und unsere kulturelle Identität. Es ist Basis für unser Denken - und fördert es mannigfaltig." Daher müsse der Unterricht in Latein und Altgriechisch "uneingeschränkt weitergeführt" werden, so der Appell.