Ökumenischer Preis für "Internationale Nagelkreuzgemeinschaft"

    Die Ruinen der Coventry Cathedral 1955.
    Ruine der Kathedrale, der 1940 durch die deutsche Luftwaffe bombardierten englischen Industriestadt Coventry. © Picture Alliance / Mary Evans Picture Library
    Die "Internationale Nagelkreuzgemeinschaft" aus Coventry ist Samstag in München mit dem Ökumenischen Preis der Katholischen Akademie in Bayern geehrt worden.
    Im Jahr des Brexit und 75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs solle damit bewusst die "christlich motivierte Aussöhnung zwischen Briten und Deutschen" gewürdigt werden, heißt es in der Begründung der Akademie. Sie sei ein Vorbild "für vielfältige Formen der Versöhnungsarbeit über Konfessionsgrenzen hinweg". Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Die "Internationale Nagelkreuzgemeinschaft" ist ein weltweites ökumenisches Netzwerk für Frieden und Versöhnung. Weltweit gibt es etwa 250 Nagelkreuzzentren, in Deutschland sind es mehr als 70, etwa die Dresdner Frauenkirche oder die kirchliche Arbeit in der KZ-Gedenkstätte Dachau. Zu den vergangenen Trägern zählen untern anderen Bundespräsident Steinmeier, Kardinal Marx und die ökumenische Bruderschaft von Taize. Die Auszeichnung wird seit 1995 alle zwei bis drei Jahre verliehen.