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Studio 9 | Beitrag vom 26.02.2020

Oberärztin zu InfektionskrankheitDeutschland auf Coronavirus gut vorbereitet

Susanne Johna im Gespräch mit Axel Rahmlow

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Blick in eine Notaufnahme, man sieht Klinkpersonal mit Mundschutz. (picture alliance/dpa/Friso Gentsch)
Sollten die Zahlen von Patienten, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, in Deutschland steigen, würden Krankenhäuser nach Dringlichkeit ihre Patienten behandeln, sagt Susanne Johna. (picture alliance/dpa/Friso Gentsch)

Immer mehr Länder melden Infizierte mit dem Coronavirus. Auch in Deutschland gibt es schon vereinzelt Fälle. Doch was, wenn es immer mehr Erkrankte gibt? Das deutsche Gesundheitssystem sei gut vorbereitet, sagt Oberärztin Susanne Johna.

Deutschland sei bestmöglich auf das Coronavirus vorbereitet, sagt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Dem stimmt Susanne Johna zu: "Wir sind gut vorbereitet."

Johna ist Oberärztin für Krankenhaushygiene in Rüdesheim und Bundesvorsitzende der Ärztegewerkschaft Marburger Bund. Gerade durch die starken Grippewellen in den vergangenen Jahren, habe das deutsche Gesundheitssystem gezeigt, was es leisten könne.

Es gebe in jedem Krankenhaus klare Kommunikationswege und sogenannte Ausbruch-Management-Teams, so Johna. "Wenn man jetzt natürlich davon ausginge, wir hätten plötzlich innerhalb von kürzester Zeit ein Zehntel der deutschen Bevölkerung betroffen, dann kann man jedes Gesundheitswesen der Welt an seine Grenzen führen. Nirgendwo können Ressourcen für ein Zehntel der Bevölkerung gleichzeitig vorgehalten werden", sagt die Oberärztin.

Patienten nach Dringlichkeit behandeln

Generell gebe es Personalmangel in deutschen Krankenhäusern. Dies sei allerdings ein Problem, das langfristig gelöst werden müsse. "Dennoch ist das Gesundheitswesen in der Lage, allein schon mit der Absage von geplanten Eingriffen, die man Rückstellen kann, Kapazitäten freizuräumen." 

Sollte es zu einem größeren Ausbruch des Coronavirus in Deutschland kommen, würden Patienten nach Dringlichkeit versorgt werden, so Johna. Das könnten dann die Krankenhäuser regional entscheiden.

(nho)

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