NRW will Handel mit Holocaust-Dokumenten verbieten

    Sträflingsjacke mit Judenstern
    Ein Judenstern befand sich auch unter den Gegenständen, die im November versteigert werden sollten. © picture alliance/Bildagentur-online/Falkenstein
    Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen will den kommerziellen Handel mit persönlichen Gegenständen von NS-Opfern gesetzlich verbieten. Wie der WDR berichtet, soll dazu am 8. Mai ein entsprechender Gesetzentwurf im Bundesrat eingebracht werden. Auslöser war eine im November 2025 kurzfristig gestoppte Auktion eines Auktionshauses in Neuss. Dort sollten mehr als 600 Holocaust-Zeugnisse versteigert werden, darunter Briefe aus Konzentrationslagern, Gestapo-Akten sowie ein antijüdisches Propaganda-Plakat und ein Judenstern mit Gebrauchsspuren aus dem KZ Buchenwald. Mit dem Gesetz soll die Würde der Opfer des Nationalsozialismus geschützt werden. Der grüne NRW-Justizminister Benjamin Limbach hatte kritisiert, dass zwar der Verkauf von NS-Propaganda strafbar sei, der Handel mit Opfergegenständen bislang aber nicht. Diese Gesetzeslücke soll nun geschlossen werden.