NRW-Schulministerium rügt Bordell-Aufgabe an Gymnasium in Kevelaer

Eine Unterrichtsaufgabe zur Gestaltung eines fiktiven Bordells im Fach Sexualerziehung für die achte Klasse eines Gymnasiums im niederrheinischen Kevelaer ist vom Schulministerium als ungeeignet kritisiert worden. In einer Anfrage der AfD-Landtagsfraktion in Nordrhein-Westfalen heißt es, das verwendete Material genüge "eindeutig nicht" den Anforderungen. Die Thematik Sexualität bedürfe in allen pädagogischen Zusammenhängen der besonders sensiblen Behandlung, so das NRW-Schulministerium. Daher müsse Unterrichtsmaterial zur Sexualerziehung sorgsam ausgewählt werden. Neben der sachlichen und formalen Richtigkeit müsse auch geprüft werden, ob das Unterrichtsmaterial altersangemessen sei und zur Förderung der Handlungs- und Urteilskompetenz geeignet beitrage. Die Achtklässler sollten in Gruppenarbeit ein Bordell mit dem Titel 'Puff für alle' entwerfen. Mehrere Medien hatten darüber berichtet. Die Meldungen lösten teils heftige Kritik aus. Die Schulleitung hatte im Mai mitgeteilt, das Material unter der Überschrift: "Sexualpädagogik der Vielfalt. Praxismethoden zu Identitäten, Beziehungen, Körper und Prävention für Schule und Jugendarbeit" sei bewusst irritativ angelegt gewesen, um zu Diskussionen anzuregen.