Norwegen bekämpft "Enshittification"

    Hände tippen auf einer Computer-Tastatur.
    Vor allem bei digitalen Diensten beobachten die Norweger eine "Enshittification" - eine sytematische Verschlechterung. © picture alliance / dpa / Annette Riedl
    Alles wird immer schlechter – und das ist offenbar keine Einbildung. Der Begriff dafür ist "Enshittification", ein salopper Ausdruck für Verschlechterung. Besonders in der digitalen Sphäre ist er gebräuchlich. Der Norwegische Verbraucherrat hat der "Enshittification" jetzt offiziell den Kampf angesagt. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung schreibt, hat der Consumer Council einen 100 Seiten langen Bericht vorgelegt. Darin wird erläutert, wie digitale Plattformen ihre Nutzer zunächst mit guten Angeboten locken, später aber Gebühren verlangen und schließlich gezielt ihre Leistungen verschlechtern. In einer Kampagne zusammen mit 70 internationalen Partnern fordern die Norweger als Gegenmaßnahmen unter anderem, den Wechsel zu anderen Anbietern zu erleichtern und den Wettbewerb auf digitalen Märkten zu fördern, etwa durch den Aufbau öffentlicher Alternativen.