Nobelpreis kann laut Altersforscher positives Bild von älteren Menschen vermitteln

    Die britische Autorin Doris Lessing stellte am 03.10.2007 im Thalia Theater in Hamburg ihr Buch "Die Kluft" vor.
    Doris Lessing war die bislang älteste Literaturnobelpreisträgerin. © picture-alliance/ dpa / Ulrich Perrey
    In den letzten zwanzig Jahren lag das Durchschnittsalter der Nobelpreisträger für Literatur bei 69 Jahren. Obwohl es für den Preis keine Altersgrenze gibt, wird er oft an Autorinnen und Autoren verliehen, die bereits in fortgeschrittenem Alter sind. Wie der schwedische Rundfunk berichtet, glaubt der Altersforscher Ingmar Skoog, dass der Nobelpreis ein positives Gegenbild zur gesellschaftlichen Sichtweise auf ältere Menschen schaffen kann. Denn allzu oft würden Ältere mit Negativem assoziiert - als Menschen am Rollator, die häufig auch nicht mehr besonders helle seien. Dabei gibt es laut Skoog ziemlich viele Autorinnen und Autoren, die noch mit mehr als 65 Jahren sehr gute Bücher schreiben - beispielsweise Kerstin Ekman, eine der angesehensten Schriftstellerinnen Schwedens. Die bislang älteste Literatur-Nobelpreisträgerin war Doris Lessing. Sie gehörte zusammen mit beispielsweise Alice Munro und Tomas Tranströmer zur Gruppe der über 80-Jährigen.