Niedersächsischer Landtag debattiert den Leuchtturm "Roter Sand"

    In der Außenweser steht der Leuchtturm Roter Sand. (Quelle: dpa)
    In der Außenweser steht der Leuchtturm Roter Sand. © picture alliance / dpa / Sina Schuldt
    Der ikonische Leuchtturm "Roter Sand" in der Wesermündung ist so marode, dass die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ihn an Land versetzen und damit erhalten will. Nach einer Petiton mit 5.000 Unterschriften gab es dazu im niedersächsischen Landtag eine lebhafte Debatte. Die Unterzeichner fordern eine Aufnahme des Turms ins Unesco-Weltkulturerbe, denn er sei "das allererste Offshore-Bauwerk der Welt". Zudem könnte er bei seiner Versetzung zerstört werden. "Abtrennen, anheben, transportieren, wiederaufbauen ‒ bei jedem Schritt kann etwas schiefgehen", sagte der Initiator der Petition Dieter Riemer aus Bremerhaven im Landtag. Das niedersächsische Kulturministerium lehnt den Vorschlag der Petition ab. Ein Verbleib des Leuchtturms am Originalstandort sei mit dem Ziel der Erhaltung nicht vereinbar, hieß es aus dem Ministerium von Falko Mohrs. Es gebe weltweit ältere Leuchttürme. Auch die Bauweise von "Roter Sand" sei nicht einzigartig. Deshalb sei eine Anerkennung als Kulturerbe aussichtslos.