Niederlande: Kommission will verwaiste Raubkunst an jüdische Stiftung geben

Verwaiste NS-Raubkunst, deren Besitzer nicht mehr gefunden werden kann, soll an eine jüdische Stiftung gehen und in Ausstellungen gezeigt werden. Das ist der Plan einer von der niederländischen Regierung eingesetzten Kommission. Es geht um die rund 3.500 Objekte der Nederlands Kunstbezit-collectie. Sie besteht aus Gemälden, Möbeln und Geschirr, die nach dem zweiten Weltkrieg von den Alliierten in die Niederlande zurückgebracht wurden. Dort waren sie zuvor von den Nazis beschlagnahmt oder unter Zwang verkauft worden. Erst in den 90er Jahren begann eine Rückerstattungspolitik, durch die hunderte Gegenstände an die rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben werden konnten, schreibt die Zeitung deVolkskrant. Sollten die Vorschläge umgesetzt werden, seien die Niederlande das erste Land, das eine "bewusste Entscheidung über die Zukunft verwaister jüdischer Raunkunst trifft", zitiert die Zeitung die Kommissison.