Neurobiologe: Kinder schauen Fernsehen, weil ihnen etwas fehlt
Der Göttinger Neurobiologe Gerald Hüther rät, Kindern alternative Beschäftigungen zum Fernsehen aufzuzeigen. Schon kleinen Kindern sollten konkrete Aufgaben in der Gesellschaft übertragen werden, um mit anderen gemeinsam etwas zu gestalten.
Bezug nehmend auf Ergebnisse einer aktuellen Studie des christlichen Hilfswerks World Vision sagte der Leiter der Abteilung für neurobiologische Grundlagenforschung an der Universität Göttingen: "Kinder gucken ja nicht freiwillig unglaublich gerne Fernsehen. Sondern sie gucken nur deshalb Fernsehen, weil ihnen etwas anderes fehlt."
Hüther, der das Projekt "Neue Lernkulturen in Kommunen" in einem Thüringer Dorf betreut, sagte weiter: "Wir haben Kindern eine Welt vorgesetzt, in der es für sie kaum noch Aufgaben gibt, an denen sie wachsen können." Das gelte besonders für die sozial schwächeren Schichten. "Denn deren Eltern haben ja auch schon irgendwie das Gefühl, dass sie in dieser Gesellschaft kaum noch gebraucht werden und dass sie irgendwas gestalten können. Insofern züchten wir dann natürlich Verlierer in unserer Gesellschaft."
Bislang seien Kindergärten und Schulen "Käseglocken". Es sei jedoch wichtig, sie zu "pulsierenden Herzen zur Wiederbelebung" des öffentlichen Lebens in ihren Kommunen zu machen und die Kinder dafür konkret etwas selbst gestalten zu lassen. Wichtig sei in diesem Zusammenhang auch, dass Lehrer und Erzieher von der Gesellschaft mehr gewertschätzt würden.
Das vollständige Gespräch mit Gerald Hüther können Sie mindestens bis zum 27. März 2008 Monate in unserem Audio-On-Demand-Angebot hören. ( MP3-Audio )
Hüther, der das Projekt "Neue Lernkulturen in Kommunen" in einem Thüringer Dorf betreut, sagte weiter: "Wir haben Kindern eine Welt vorgesetzt, in der es für sie kaum noch Aufgaben gibt, an denen sie wachsen können." Das gelte besonders für die sozial schwächeren Schichten. "Denn deren Eltern haben ja auch schon irgendwie das Gefühl, dass sie in dieser Gesellschaft kaum noch gebraucht werden und dass sie irgendwas gestalten können. Insofern züchten wir dann natürlich Verlierer in unserer Gesellschaft."
Bislang seien Kindergärten und Schulen "Käseglocken". Es sei jedoch wichtig, sie zu "pulsierenden Herzen zur Wiederbelebung" des öffentlichen Lebens in ihren Kommunen zu machen und die Kinder dafür konkret etwas selbst gestalten zu lassen. Wichtig sei in diesem Zusammenhang auch, dass Lehrer und Erzieher von der Gesellschaft mehr gewertschätzt würden.
Das vollständige Gespräch mit Gerald Hüther können Sie mindestens bis zum 27. März 2008 Monate in unserem Audio-On-Demand-Angebot hören. ( MP3-Audio )