Neues Gesetz in China könnte die kulturelle Freiheit von Minderheiten einschränken

    Ein Markt im Hotan, ein Regierungsbezirk im Süden des Uigurischen Autonomen Gebiets Xinjiang im Nordwesten Chinas
    Ein Markt im Hotan, ein Regierungsbezirk im Süden des Uigurischen Autonomen Gebiets Xinjiang im Nordwesten Chinas © picture alliance / Photoshot
    Chinas Volkskongress hat ein Gesetz verabschiedet, das Kritikern zufolge die kulturelle Freiheit von Minderheiten einschränken könnte. Das Gesetzesvorhaben ⁠schreibt unter anderem vor, dass Hochchinesisch - Mandarin - im öffentlichen Leben und in Schulen Vorrang vor den Sprachen von Minderheiten haben muss. Religiöse Gruppen und Schulen werden ​verpflichtet, sich der Sinisierung – also der Anpassung an chinesische Traditionen – zu unterwerfen. Zudem sollen Eheschließungen zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen gefördert und Hindernisse aufgrund von Bräuchen oder Religion ​beseitigt werden. Kritiker ⁠sehen ⁠darin einen weiteren Schritt, ⁠die kulturelle Eigenständigkeit der 55 ethischen Minderheiten des Landes wie Uiguren oder Tibetern zu ⁠untergraben.