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Interview | Beitrag vom 16.02.2021

Neues Buch von Bill GatesKlimaziel: Null Prozent Treibhausgase

Falko Ueckerdt im Gespräch mit Stephan Karkowsky

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Bill Gates im Porträt (Imago / photothek / Inga Kjer)
Um die Klimakatastrophe aufzuhalten, sei die Politik gefragt, schreibt Bill Gates in seinem neuen Buch. (Imago / photothek / Inga Kjer)

Wer die Klimawende will, muss in grüne Technik investieren. Über diese Einsicht hat Microsoft-Gründer Bill Gates ein Buch verfasst: "Wie wir die Klimakatastrophe verhindern". Der Physiker Falko Ueckerdt lobt es.

Es ist ein Buchtitel, der nach dem großen Wurf klingt: "Wie wir die Klimakatastrophe verhindern: Welche Lösungen es gibt und welche Fortschritte nötig sind". Dass dank des Autors Bill Gates nun die Forschung ihre Arbeit einstellen könne, sei allerdings nicht der Fall, sagt der Physiker Dr. Falko Ueckerdt vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung.

Gates beruft sich auf Klimaforschung weltweit

Gleichwohl findet er viel Gutes an Gates' Buch: Es basiere auf der wissenschaftlichen Arbeit, die von Energie- und Klimaforschern weltweit gemacht werde. Zudem zeige es "viele technologische Ansätze" auf, verweise aber auch darauf, dass die "eigentliche Herausforderung jetzt bei der Politik" liege. So mache Gates beispielsweise Vorschläge zu einer CO2-Bepreisung, um Investitionen in grüne Technologien zu lenken.

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Insbesondere habe der Microsoft-Gründer erkannt, dass man in allen Bereichen die Emissionen von schädlichen Treibhausgasen auf null bringen müsse. "Das ist sehr schön zu sehen, dass diese klimaphysikalische Einsicht auch sehr breit in seinem Buch schon im ersten Kapitel präsent ist", so Ueckerdt. Zwar räume Gates auch der Atomkraft einen gewissen Raum ein, doch: "Die Kernthesen sind sonst sehr gut."

Gates ist von Technik fasziniert

Insgesamt spüre man Gates' Faszination für Technik. Vielleicht habe er auch der Politik Druck machen und dem neuen US-Präsidenten Joe Biden mit dessen ehrgeizigen Klimaplänen den Rücken stärken wollen. Doch eine neue Greta Thunberg sei Gates nicht, meint der Forscher: "Da müsste er noch ein bisschen radikaler sein, noch ein bisschen mehr fordern."

(bth) 

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