Neuer Weg zur Benennung der documenta-Findungskommission

Die Findungskommission, die alle fünf Jahre die künstlerische Leitung der documenta in Kassel auswählt, soll zum ersten Mal von ehemaligen künstlerischen Leitern der Schau benannt werden. Das teilte documenta-Geschäftsführer Ferdinand von Saint André mit. Unter anderem wurden dazu Rudi Fuchs, Catherine David und Adam Szymczyk benannt, die die documenta-Ausgaben 1982, 1997 und 2017 kuratierten. Die künstlerische Leitung der documenta fifteen im vergangenen Jahr, das Kuratorenkollektiv Ruangrupa, hat auf eine Beteiligung verzichtet. Bisher gab es für die Besetzung der Findungskommission kein festgelegtes Verfahren. Ihre Mitglieder wurden in der Regel von der documenta-Geschäftsführung in Abstimmung mit der Stadt Kassel und dem Land Hessen ernannt. Wegen des Antisemitismus-Skandals auf der documenta fifteen war die Findungskommission allerdings in die Kritik geraten. Die acht Mitglieder hatten die Wahl des Ruangrupa-Kollektivs verteidigt.