Neuer Intendant macht Berliner Volksbühne zum "Volksbad"

    Matthias Lilienthal lächelt in die Kamera. Er trägt ein gelbes T-Shirt und hat eine Halbglatze.
    Matthias Lilienthal wird neuer Intendant der Berliner Volksbühne © IMAGO / epd / IMAGO / Hans Scherhaufer
    Zu Beginn seiner Intendanz an der Berliner Volksbühne plant Matthias Lilienthal ein Schwimmbecken samt Pommesbude vor dem Theater. Leute, die sich nass spritzen, nennt er ein theatrales Event. Außerdem soll das Schwimmbad sinnbildlich für Protest gegen den Verfall der Infrastruktur stehen. Kontinuität gibt es beim Ensemble, dem etwa Kathrin Angerer, Martin Wuttke und Sophie Rois weiter angehören. Neu dabei ist die Österreicherin Julia Riedler, die 2025 zur Schauspielerin des Jahres gekürt wurde. Regiearbeiten kommen unter anderen vom Kollektiv Rimini Protokoll, der Japanerin Satoko Ichihara und Lena Brasch. Bespielt werden soll auch wieder der Prater, eine Spielstätte, die mehr als ein Jahrzehnt geschlossen war. Lilienthal übernimmt die Leitung der Volksbühne nach dem überraschenden Tod seines Vorgängers René Pollesch vor zwei Jahren. Er ist mit dem Haus bereits vertraut, war dort schon früher tätig und leitete später unter anderem das Berliner HAU sowie die Münchner Kammerspiele.