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Interview | Beitrag vom 07.12.2018

Neuer CDU-Parteivorsitz"Jens Spahn kann es nicht werden"

Hans-Peter Schütz im Gespräch mit Dieter Kassel

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Am 01.12.2018 halten die Kandidaten für den CDU-Vorsitz, Annegret Kramp-Karrenbauer, Jens Spahn und Friedrich Merz die Zahlen ihrer Redereihenfolge in die Höhe. Ihre Vorstellung auf dem 33. Landesparteitag der CDU-Sachsen ist die letzte vor der Wahl zum Parteivorsitz. (Jan Woitas/dpa-Zentralbild)
Wer wird heute tatsächlich die Nummer Eins? In Hamburg stimmt die CDU über den neuen Vorsitzenden oder die neue Vorsitzende ab. (Jan Woitas/dpa-Zentralbild)

Vor dem Parteitag der CDU dreht sich alles um die Frage: Wer wird neuer Parteivorsitzender oder neue Parteivorsitzende? Der langjährige Stern-Korrespondent Hans-Peter Schütz sieht keinen klaren Favoriten – aber einen Verlierer.

Heute fällt in Hamburg die Entscheidung: Wer wird neuer Vorsitzender oder neue Vorsitzende der CDU? Die drei aussichtsreichsten Kandidaten Annegret Kramp-Karrenbauer, Friedrich Merz und Jens Spahn haben sich auf acht Regionalkonferenzen den Delegierten präsentiert. Die bisherige Vorsitzende Angela Merkel wird ihr Amt nach 18 Jahren aufgeben.

"Es dürfte ein unglaublich spannender Parteitag sein", sagt der langjährige Stern-Korrespondent Hans-Peter Schütz. Es stehe tatsächlich nicht fest, wer die Wahl gewinnen werde. Nur einen Kandidaten hält er für aussichtslos: "Jens Spahn kann es nicht werden. Ich halte es für völlig absurd, das zu behaupten." Es sei dagegen nicht sicher, ob Annegret Kramp-Karrenbauer oder Friedrich Merz mehr Stimmen erhalten werden.

Merkel war zu oft Hindernis für Merz und Schäuble

Falls Friedrich Merz gewinne, schätzt Schütz die weitere Zusammenarbeit mit Angela Merkel als Kanzlerin als schwierig ein. "Man kann sich nicht vorstellen, dass er allzu lange warten würde, um das Kanzleramt anzutreten." Merz habe Merkel zu oft als Hindernis für die eigene Karriere erlebt, er sei außerdem keiner, der immer zugucke.

Auch dass Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble sich vor wenigen Tagen öffentlich für Merz ausgesprochen habe, wundere ihn nicht. "Die Kandidatin Merkel hat in zahlreichen Szenen seines Lebens eine Schlüsselrolle gespielt und nicht immer eine friedliche." So habe sie beispielsweise seine Kanzlerkandidatur genauso verhindert wie seine Kandidatur für das Amt des Bundespräsidenten.

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