Neue Schrifttype nach Michelangelos Vorbild geschaffen

    "Die Erschaffung Adams" Gemälde von Michelangelo. Im Ausschnitt: Die Hand Gottes und Hand Adams berühren sich mit den Zeigefingerspitzen. Deckenfresko im Vatikan in Rom in der Sixtinischen Kapelle.
    Die Dombauhütte des Petersdoms in Rom hat eine neue digitale Schrift auf der Basis von Michelangelos Handschrift entwickeln lassen. © picture alliance / akg-images
    Der Künstler Michelangelo war eng mit dem Vatikan verbunden. Papst Julius II. beauftragte ihn im Jahr 1508 mit der Ausmalung der Decke der Sixtinischen Kapelle. Später übernahm Michelangelo die architektonische Leitung des Petersdoms. Jetzt hat die Dombauhütte des Petersdoms ein Designstudio beauftragt, eine neue digitale Schriftart zu entwickeln, die sich an Michelangelos Handschrift orientiert. Sie soll nach Angaben des Vatikans unter dem Namen "Michelangelus" Teil der Microsoft-365-Office-Schriftsammlung sein und kostenlos genutzt werden können. Vorbild für die Schriftart waren demnach Originaldokumente mit der Handschrift des Künstlers. Dabei wurde nicht versucht, seine Schrift zu kopieren. Die Designer analysierten Proportionen, Rhythmus und Formen seiner Schriftzüge und übersetzten sie in eine moderne, gut lesbare Schrift. Sie umfasst 500 Zeichen und vier Varianten: normal, kursiv, fett und fett-kursiv.