Neue Miss Universe will neues Bild einer Schönheitskönigin prägen

Seit Jahren stehen Miss-Wahlen in der Kritik, ein überholtes Frauenbild zu vermitteln. Die neue Miss Universe, die Mexikanerin Fátima Bosch, will das zumindest ein wenig ändern. Sie wolle als Schönheitskönigin in Erinnerung bleiben, "die keine Angst hatte, sie selbst zu sein", sagte sie nach ihrer Krönung in Thailand. Schlagzeilen machte die 25-Jährige bereits vor zwei Wochen, als sie sich gegen die Maßregelung durch einen der Organisatoren zur Wehr setzte. Der habe sie als "dumm" bezeichnet und sich damit respektlos verhalten, gab Bosch an. Daraufhin verließ die studierte Modedesignerin zusammen mit Miss Irak demonstrativ den Saal, andere Teilnehmerinnen schlossen sich dem Protest an. Auch von der mexikanischen Präsidentin Sheinbaum kam Rückendeckung. Sie sagte, Bosch sei ein "Vorbild" für andere Frauen, sich gegen Aggressionen zur Wehr zu setzen. Die Miss-Wettbewerbe sind in Lateinamerika und Südasien nach wie vor sehr beliebt, weil sie teilweise als Weg aus der Armut und hin zu Berühmtheit gesehen werden.