Neue Handschriften von Bach und Telemann entdeckt

    Blick auf den Kopf der Statue von Johann Sebastian Bach vor der Thomaskirche Leipzig, die ihn mit Perrücke und Notenrolle in der Hand zeigt
    Johann Sebastian Bach war von 1723–1750 Leiter des Thomanerchores in Leipzig © IMAGO / Depositphotos
    Im Leipziger Stadtarchiv sind neue Handschriften der Komponisten Johann Sebastian Bach (1685-1750) und Georg Philipp Telemann (1681-1767) sowie des Schriftstellers Johann Christoph Gottsched (1700-1766) entdeckt worden. Die bislang unbekannten Akten zur Leipziger Kirchenmusik lieferten unter anderem neue Erkenntnisse zur Organisation von Bachs Kantatenaufführungen, wie das Bach-Archiv und die Stadt Leipzig am Dienstag mitteilten. Außerdem zeigten die Funde, wie die Stadt unter Bach gezielt die Kirchenmusik gefördert habe. Unter anderem wurden Briefe und Bewerbungsschreiben von Studenten gefunden.Erstmals belegten die Quellen, dass der Leipziger Rat studentische Sänger und Instrumentalisten mit Stipendien förderte. Als herausragender Fund gilt ein bislang unbekanntes Zeugnis Bachs von 1740 für den Bassisten Gottlob Friedrich Türsch. Zudem fanden sich das älteste erhaltene Bewerbungsschreiben Telemanns sowie ein Zeugnis Gottscheds für einen Nachfolger Bachs als Thomaskantor, Johann Friedrich Doles. Johann Sebastian Bach war von 1723–1750 Leiter des Thomanerchores.