Neue Erkenntnisse über das "Jüngste Gericht" von Michelangelo

Es zählt zu den bekanntesten Meisterwerken der Kunstgeschichte: Das "Jüngste Gericht" von Michelangelo in der Sixtinischen Kapelle im Vatikan. Neuesten Forschungsergebnissen zufolge verwendete Michelangelo dafür ein Spezialwerkzeug, einen kammartigen, mehrzinkigen Pinsel, mit dem er die Farbe praktisch in den Putz "meißelte". So konnte er erreichen, dass die Bilder plastisch wirken. Statt klassischer Pinselstriche überkreuzte der Künstler mehrere Striche, "um das Licht auf den Körpern zum Vibrieren zu bringen", erklärte Barbara Jatta, Direktorin der Vatikanischen Museen, über die die Kapelle besichtigt werden kann. Italienische Medien berichten, dass das entdeckt wurde, als das 500 Jahre alte Bild im Frühjahr restauriert wurde. Bei den Arbeiten, für die ein siebenstöckiges Gerüst errichtet wurde, wurde demnach in dem Fresko auch ein verstecktes Selbstporträt von Michelangelo entdeckt, ein ein skelettiertes Gesicht mit seinen Zügen.