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Tonart | Beitrag vom 19.12.2019

Neue EP von Kat Frankie: "Bodies"Achtstimmiges Lob der A-cappella-Musik

Moderation: Vivian Perkovic

Gruppenfoto von der Sängerin Kat Frankie mit ihrem A capella Ensemble. (Timothy Wiehn)
Das A-cappella-Ensemble von Kat Frankie (Mitte): Ein paar ihrer Mitsängerinnen kannte sie, ein paar fand sie auf Instagram. (Timothy Wiehn)

Die australische Musikerin Kat Frankie hat eine neue EP herausgebracht, mit der sie sich wieder von einer neuen Seite zeigt. Das Werk umfasst vier Songs, befasst sich mit Körperlichkeit und setzt auch ganz auf den Körper: Stimmen pur statt Bandmusik.

Kat Frankies neue EP heißt "Bodies" und umfasst sowohl neues Material als auch Songs vom Album "Bad Behaviour" von 2018. Und die Wahlberlinerin entwickelt sich immer weiter. Erst Indie-Singer-Songwriterin, dann kam das Album von 2018 voll mit Loops, mit vielschichtiger Produktion und einer großen Genre-Vielfalt und nun also die A-cappella-EP.

Auf die Frage, warum sie nun a cappella singe und was etwa die Version des Liedes "Bad Behaviour" noch besser mache als die auf dem letzten Album, antwortet Kat Frankie: "Es ist irgendwie reduzierter, aber irgendwie bekommt das Lied auch ein bisschen mehr Klarheit."

"Singen ist körperlich", sagt die Musikerin. "Wenn wir singen, bewegen sich unser Körper, vibrieren, wir harmonisieren mit anderen Leuten – und das ist auch ein sehr schönes Gefühl."

Via Instagram zu Kat Frankie

Ein paar ihrer sieben Mitsängerinnen kenne sie seit Jahren, sagt die Wahl-Berlinerin, und ein paar habe sie via Internet gefunden. "Es gibt viele talentierte Sängerinnen in Deutschland. Und was sehr interessant ist bei der jüngeren Generation – sie posten ziemlich oft Videos auf Instagram, auf denen sie alleine zu Hause singen." Es sei wunderbar, das Talent zu sehen und bei ein paar habe sie dann gefragt, ob sie mitmachen wollen.

A-cappella-Musik habe sie schon immer interessiert, sagt Frankie, und auch bei ihren Band-Konzerten hätten sie A-cappella-Passagen gehabt. "Ein paar Lieder, wo wir die Instrumente wegschieben und einfach singen – das war immer ein sehr schöner Teil meiner Konzerte." Und jetzt habe sie eben ein ganzes Programm davon.

Auf der Bühne sei es in der A-cappella-Besetzung nicht besser als mit Band, aber anders, sagt die Australierin. "Es macht so viel Spaß, mit anderen Leuten zu singen. Und es ist eigentlich egal, ob man Profi ist oder nicht." Vielleicht könne man sagen, es sei rein und unschuldig, mit Leuten in einem Raum, die mitsingen.

EP, Tour, Festivals

A cappella sei jedenfalls nicht einfacher als die Musik, die sie früher gemacht habe: "Wenn es acht Frauen auf der Bühne gibt, die miteinander harmonieren müssen und sehr kompliziert Arrangements lernen sollen – das ist ein Auftrag."

Neben der EP steht im Januar eine Tour an, dann spielten sie vielleicht ein paar Festivals im Sommer. Was dann kommt, wisse sie noch nicht. "Ich würde es toll finden, wenn wir so etwas weiter machen und das Konzept entwickeln, aber wir sind erst am Anfang."

(mfu)

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