Neuausrichtung des Dokumentationszentrums zum NSU-Komplex in Chemnitz

    Gäste eines Festaktes versammeln sich im Chemnitzer Dokumentationszentrum zu den Morden der rechtsextremen Terrorgruppe "Nationalsozialistischer Untergrund".
    Festakt zur Eröffnung des bundesweit ersten NSU-Dokumentationszentrum in Chemnitz. © picture alliance / dpa / Sebastian Willnow
    Das Dokumentationszentrum zum NSU-Komplex in Chemnitz will sich nach dem Kulturhauptstadtjahr neu ausrichten: Es versteht sich künftig stärker als offener Diskursort für die Stadt und die Region, teilte die neue Geschäftsführung mit. Ziel sei es, es als Treffpunkt bekannter zu machen, der von unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen genutzt wird. So solle das Zentrum ein Ort der Begegnung für die Stadtbevölkerung werden, an dem Menschen zusammenkommen, diskutieren und sich austauschen können, sagte die neue Geschäftsführerin Esther Gerstenberg. Um diese Öffnung zu ermöglichen, wurden unter anderem die Öffnungszeiten angepasst, sodass auch berufstätige Menschen Veranstaltungen besuchen können. Gleichzeitig wird das Bildungs- und Veranstaltungsprogramm weiterentwickelt und thematisch breiter aufgestellt. Man habe den Anspruch, auch jenseits des Eventjahres ein relevanter Anlaufpunkt zu bleiben.