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Fazit | Beitrag vom 22.10.2019

NeuanfangAndrea Lissoni wird Chef am Haus der Kunst München

Bice Curiger im Gespräch mit Sigrid Brinkmann

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Andrea Lissoni wird auf einer Pressekonferenz als neuer Leiter des Haus der Kunst vorgestellt.  (picture alliance/dpa/Peter Kneffel)
Andrea Lissoni wird ab April 2020 künstlerischer Leiter im Haus der Kunst in München. (picture alliance/dpa/Peter Kneffel)

Andrea Lissoni von der Tate Modern in London wird künstlerischer Leiter im Haus der Kunst in München. Auf den Kunstexperten wartet in München eine anspruchsvolle Aufgabe. Das Haus der Kunst befindet sich in einem Umstrukturierungsprozess.

Im April 2020 wird der Italiener Andrea Lissoni also nach München kommen. Zunächst für fünf Jahre als künstlerischer Leiter im Haus der Kunst. Seine Hauptaufgabe: Das gebeutelte Ausstellungshaus in eine positive Zukunft zu führen. Das Haus hat derzeit mit Finanzproblemen aus der Vergangenheit zu kämpfen und muss zudem umfassend saniert werden.

"Er hat uns alle überzeugt mit seiner ruhigen Art, mit seiner Vorstellung von Führung als Teamarbeit und mit seinem vorwärtsdenkenden Programm", sagt Bice Curiger, Vorsitzende des Expertenrates, der mit der Suche nach einem Nachfolger beauftragt war.

Auf Geschehnisse und Aktualität reagieren

"Ich glaube, er ist jemand, der fähig sein wird, fast seismografisch auf Geschehnisse zu reagieren und das tut dem Haus gut. Es ist ein Haus, das immer schon der Aktualität verpflichtet war, es muss keine Sammlung pflegen, es ist kein Museum. Ich glaub, heute sind wir in einer Zeit des Umbruchs", so Curiger. Und Lissoni sei jemand, der "dass in aller Ruhe angehen kann."

Programmatische Aussagen machte Lissoni auf der Pressekonferenz noch nicht. Er wolle einen Fokus auf "Neue Medien" und "ganz auf das 21. Jahrhundert gedachte Kunstproduktion" legen, so Curiger. "Und wenn jemand sich das zutraut, dann finde ich das richtig, dass man ihm auch vertraut."

Hören Sie auch den Kommentar von Tobias Krone zur neuen Leitung am Haus der Kunst:

Er bringe alles mit, was auf dem Wunschzettel stehe, sagte Bayerns Kunstminister Bernd Sibler (CSU) am Dienstag auf der Pressekonferenz. Lissoni sei in der Museumswelt international sehr gut vernetzt und zudem erfahren im Management von Kunstinstitutionen. Außerdem besitze er inhaltliche Expertise in der modernen und zeitgenössischen Kunst.

Lissoni folgt auf Okwui Enwezor, der im März verstorben war.

(nho)

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