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Fazit / Archiv | Beitrag vom 08.06.2016

Neu im Kino: "Erlösung" Flaschenpost mit Menschenblut

Von Hans-Ulrich Pönack

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Eine Flasche mit Flaschenpost liegt in der Meeresbrandung an einem Strand. (imago/Annett Mirsberger)
Flaschenpost (imago/Annett Mirsberger)

"Erlösung" ist - nach "Erbarmen" und "Schändung" - die dritte Verfilmung eines Krimis des Dänen Jussi Adler-Olsen. Auslöser für die höchst spannenden Ermittlungen des eigenwilligen Kopenhagener Ermittler-Duos Morck und Assad ist eine aus Menschenblut geschriebene Post aus einer angespülten Flasche.

Nach "Erbarmen" und "Schändung" nun die chronologisch dritte Adaption einer Jussi-Adler-Olsen-Vorlage in unseren Kinos. Wieder im Mittelpunkt: Diese beiden so unterschiedlichen wie eigenwilligen Kopenhagener Ermittler Morck (Nikolaj Kaas) und sein syrisch-stämmiger Kollege und Kumpel Assad (Fares Fares). Getarnt als "Sonderdezernat Q" sollen sie Alt-Fälle bearbeiten, an deren Aufklärung kaum jemand glaubt und seitens der Chef-Etage kein großes Interesse mehr besteht. Und natürlich werden sie immer "fündig".

Auslöser: Eine aus Menschenblut geschriebene fragmentarische Post aus der angespülten Flasche. Die Spuren führen nach Jütland in eine abgeschottete fundamentalistische Religions-Gemeinde. Obwohl der Täter bald identifiziert ist (Pal Sverre Hagen als völlig defekter, eisiger Menschen-Feind ist sensationell), bleibt der Spannungspegel hoch. Nervenzerfetzend. Wie "das Böse" verhindern, wenn es dermaßen heimtückisch auftritt wie hier? "Erlösung" ist ausgezeichnetes skandinavisches Spannungskino.

"Erlösung"
Dänemark, D, Schweden, Norwegen 2015
Regie: H
ans Petter Moland; Darsteller u.a.: Nikolaj Lie Kaas, Fares Fares
112 Minuten, ab 16 Jahren

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