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Fazit / Archiv | Beitrag vom 16.07.2014

Neu im KinoAuf der Spur der Schmetterlinge

"Schmetterlingsjäger" von Harald Bergmann

Von Anke Leweke

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Der russisch-amerikanische Schriftsteller und Schmetterlingsexperte Vladimir Nabakov und seine Ehefrau Vera (dpa / picture alliance / London Express)
Der russisch-amerikanische Autor Vladimir Nabakov und seine Ehefrau Vera (dpa / picture alliance / London Express)

Mit seinem Film versucht Harald Bergmann, die Gedanken des Schriftstellers und Schmetterlingsexperten Vladimir Nabokov in ein visuelles Medium zu übersetzen. Eine gewaltige Inszenierung voll bunter Assoziationen.

Man braucht einige Zeit, um sich auf die verschiedenen Handlungs- und Zeitebenen dieses klugen Filmessays einzulassen. Es lohnt sich.

Das Leben und die Literatur des Schriftstellers Vladimir Nabokov sind Dreh- und Angelpunkt: Szenen aus seinem Roman "Ada oder das Verlangen" werden inszeniert, Passagen aus der Autobiografie "Sprich, Erinnerung" vorgelesen, Archivaufnahmen aus dem Berlin der 30er-Jahre eingeblendet. Gleichzeitig sprechen ein Autor (Heinz Wisman) und ein Regisseur (Klaus Wyborny) über die Machart eines Films über Nabokov.

Man kann den Bildern und den Gedanken, die hinter Bergmanns Films stehen, bei der Entstehung zuschauen. Das Wesen der Zeit wollte Nabokov erkunden, ein Wesen jenseits ihrer Vergänglichkeit. Wie der passionierter Schmetterlingsjäger Nabokov geht auch der Film auf die Suche, assoziiert, läuft ins Leere, findet wieder eine Spur. "Schmetterlingsjäger" ist der gewagte Versuch, die Gedanken und die Sprache eines Schriftstellers in ein visuelles Medium zu übersetzen.

"Schmetterlingsjäger"; Deutschland 2014; Regie: Harald Bergmann; Mit: Heinz Wismann, Klaus Wyborny, Herbert Schuldt

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