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Frühkritik | Beitrag vom 23.07.2015

Neu im Kino: "Ant-Man"Superheld in Ameisengröße

Von Hannelore Heider

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Paul Rudd als Ant-Man Scott Lang in einer Szene des Films "Ant-Man" - NUR IM ZUSAMMENHANG MIT DER BERICHTERSTATTUNG ÜBER DEN FILM UND NUR BEI URHEBERNENNUNG - UND NUR BIS 18.11.2015 (dpa / picture alliance / Zade Rosenthal)
Paul Rudd als Ant-Man Scott Lang in einer Szene des Films "Ant-Man" (dpa / picture alliance / Zade Rosenthal)

"Ant-Man" ist nach Batman, Superman, Spiderman und Ironman der jüngste Comicheld aus dem Marvel-Imperium, der auf der Leinwand das Licht der Welt erblickt. Peyton Reed hat ihn als großes vergnügliches Sommerkino mit Überraschungen inszeniert.

Der 70-jährige Michael Douglas hat für das Animationsfeuerwerk zum ersten Mal an solch einer digitalen Mammutproduktion teilgenommen und dieses Abenteuer sichtlich genossen. Er spielt einen alten Wissenschaftler, dessen Lebenswerk von seinem profitgeilen Schützling (Corey Stoll) ans Militär verhökert werden soll.

Das wohl vorausahnend (mit Logik haben es diese Comicverfilmungn nicht), hat er in seinem Panzerschrank eine Geheimwaffe deponiert. Es ist ein Anzug, der den Menschen auf Ameisengröße schrumpfen kann. Damit hat er überall Zugang, wo es dem Menschen verwehrt ist, verfügt aber im Vergleich zu seiner winzigen Größe über Riesenkräfte.

Die sind notwendig, um wieder einmal die Welt vor einer Superwaffe zu retten. In diesem Abenteuer fliegen sie Scott Lang (Paul Rudd) zu, einem gerade aus der Strafanstalt entlassenen Kleinkriminellen, der sich gegen festen Vorsatz von seiner alten Clique zu einem letzten großen Coup verleiten lässt. Der Tresor, den sie knacken, enthält aber weder Geld noch Gold oder Aktien, sondern eben jenen mysteriösen Anzug, der nach vielen, mit schöner Situationskomik gespickten Trainingsstunden aus Scott Lang den "Ant-Man" macht, wofür der bisher aus Komödie bekannte Paul Rudd der ideale Darsteller ist.

Anders als bei den anderen Marvel-Supermännern ist die Geschichte von "Ant-Man" originell, aber viel leichtgewichtiger. Er muss keine quälenden Entscheidungen treffen und wird auch nicht von Schuld und Sühne malträtiert.

Der Showdown findet in einem Kinderzimmer statt, wo allein die Teppichfransen für Ant-Man so groß wie ein Maisfeld sind - eine wunderbare Herausforderung für alle, die dieses auch visuelle Vergnügen am Computer erst möglich gemacht haben.

"Ant-Man" wäre sehr wohl auch für Kinder unter zwölf Jahren ein großer Kinospaß!

"Ant-Man"
USA, GB 2015
Regie: Peyton Reed
Mit: Paul Rudd, Michael Douglas, Evangeline Lilly, Corey Stoll, Michael Pena
117 Minuten, ab 12 Jahren
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Comicfiguren - Die Welt sucht den Superhelden
(Deutschlandradio Kultur, Kompressor, 21.07.2015)

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