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Fazit / Archiv | Beitrag vom 07.09.2016

Neu im Kino: "Absolutely Fabulous"Peinlichkeiten im dauerwilden Society-Leben

Von Hans-Ulrich Pönack

Die US-Schauspielerinnen Jennifer Saunders (l.) und Joanna Lumley bei der Premiere des Films "Absolutely Fabulous" in New York am 18.07.2016 (imago/ZUMA Press)
Die US-Schauspielerinnen Jennifer Saunders (l.) und Joanna Lumley bei der Premiere des Films "Absolutely Fabulous" in New York am 18.07.2016 (imago/ZUMA Press)

In der beliebten britischen TV-Serie "Absolutely Famous" waren zwei durchgeknallte Freundinnen nach dem Motto Sex, Drogen und Alkohol in der Mode- und Medienwelt unterwegs. Die Leinwand-Version zeigt sie nun in die Jahre gekommen und ständig in peinlichen Situationen. Zum Lachen ist das nicht.

Wieder so ein Film, für den begleitende Prozent-Getränke (ab Prosecco aufwärts) absolut erforderlich sind, um ihn einigermaßen zu überstehen. Denn seine aufgesetzte und dabei wenig komische Überalbernheit ist eine langatmige Dauerbelästigung.

Ausgangspunkt: Die gleichnamige, hierzulande weniger bekannte britische TV-Serie, die auf der Insel zwischen 1992 und 2012 lief und dort eine große Fan-Gemeinde hatte. Als durchgeknallte, pöbelnde, kettenrauchende Freundinnen waren die Schauspielerinnen Jennifer Saunders und Joana Lumley als Edina Monsoon ("Eddy") & Patricia Stone ("Patsy") in Sachen Respektlosigkeiten – Motto: Sex & Alkohol & Drogen – in der Mode- und Medienwelt unterwegs.

Desaster statt Parodie

Nun gibt's ihre Geschichte also auch auf der Leinwand. Dabei ist die Story nicht nur wenig erbaulich, sondern auch völlig überflüssig. Zwei in die Jahre gekommene Frauen haben keine Lust, ihr dauerwildes, fremdfinanziertes Society-Leben aufzugeben. Sie geraten andauernd in Oberpeinlichkeiten zwischen Alltagsstress und extravaganten Jet Set-Partys. Ihre Hauptnahrung ist ein Mix aus Champagner und Wodka.

Als Edina bei einem Gelage versehentlich Star-Model Kate Moss von einem Balkon in die Themse befördert, ist das Medien-Geschrei groß. Neue Staatsfeinde werden ausgerufen. Die Frauen fliehen an die Cote d'Azur. Dort geht es ähnlich weiter.

Der Film ist eine Nummern-Revue mit überdrehten, wenig komischen Slapstick-Gags, einem dünnen Plot und vielen Cameo-Auftritten: von Kate Moss über Jean-Paul Gaultier, Joan Collins, Stella McCartney, bis zu Jon Hamm und Rebel Wilson. Der Laufsteg wankt. Die Fratzen-Kultur feiert sich. Das soll parodistisch sein, doch die Film-Show gerät zu einem Lachsack-Desaster. Diese wüste Party kommt nie wirklich in Pointen- und Spaß-Schwung.

"Absolutely Fabulous - Der Film"
Regie: Mandie Fletcher
Großbritannien / USA, 2016
92 Minuten, ab 12 Jahren

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