Netflix, Disney+ und Prime streiten sich mit Frankreich

    Auf einem Fernseher sind die Streaming-Dienste Amazon Prime Video und Netflix geöffnet.
    Auf einem Fernseher sind die Streaming-Dienste Amazon Prime Video und Netflix geöffnet. © picture alliance / dpa / Silas Stein
    Streaming-Anbieter wie Netflix, Disney+ und Prime Video streiten sich mit dem französischen Staat. Sie wollen beim Obersten Verwaltungsgericht eine neue Vorschrift anfechten, die seit Anfang des Jahres gilt. Dadurch sind die Plattformen verpflichtet, 20 Prozent ihrer Gelder in französische Produktionen und in festgelegten Genres zu investieren. Dadurch wird das Angebot gelenkt, ohne dass die Erwartungen des Publikums berücksichtigt werden, sagt die Vizepräsidentin von Netflix France, Dauvin, im Interview mit "Le Monde". Regulierung bedrohe so die redaktionelle Freiheit. Die Anbieter betonen bisher, dass sie sich nicht prinzipiell dagegen wehren, in französische Filme oder Audios zu investieren, sie wollen aber selbst entscheiden, in welche. Auch in Deutschland sind ähnliche Investitionsverpflichtungen für die großen Streaminganbieter in Arbeit.