Nawalnaja und Scherbakowa erhalten den Ludwig-Beck-Preis

    Julia Nawalnaja (vorne), Witwe von Alexej Nawalny, spricht nach ihrer Stimmabgabe für die Präsidentschaftswahl in Russland in der russischen Botschaft zu Medienvertreterinnen und Medienvertretern.
    Julia Nawalnaja, Witwe von Alexej Nawalny, vor der russischen Botschaft in Berlin. © dpa / Carsten Koall
    In Wiesbaden ist am Abend der Ludwig-Beck-Preis für Zivilcourage der hessischen Landeshauptstadt verliehen worden. Er ging an die russische Historikerin und Mitbegründerin der Menschenrechtsorganisation "memorial", Irina Scherbakowa, sowie an die russische Menschenrechtsaktivistin und Witwe von Alexej Nawalny, Julia Nawalnaja. Beide Preisträgerinnen verwiesen in ihren Reden auf die Menschen in der Ukraine und in Russland, die sich gegen Putins Regime auflehnen. Ein falsches Wort, ein Kommentar in sozialen Medien, und man könne für lange Zeit im Gefängnis landen, sagte Nawalnaja, die ihren Preis russischen Widerstandsaktivisten widmete. Beide erhielten den mit 10.000 Euro dotieren Preis für ihren Einsatz für Menschenwürde und Freiheit. Benannt ist er nach dem Wiesbadener Widerstandskämpfer Ludwig Beck, der am gescheiterten Attentat auf Hitler beteiligt war.