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Studio 9 | Beitrag vom 18.07.2014

Nahost-KonfliktErster Tag der Bodenoffensive im Gazastreifen

Premier Benjamin Netanjahu droht mit einer Ausweitung

Von Tim Aßmann

Bodenoffensive: Israelische Infanteristen am 18.07.2014 nahe der Grenze zum Gazastreifen (AFP / Menahem Kahana)
Israelische Infanteristen nahe der Grenze zum Gazastreifen. (AFP / Menahem Kahana)

In der Nacht auf Freitag waren israelische Einheiten über die Grenze vorgerückt. Sie sollen nach eigenen Angaben bereits mehrere Tunnelanlagen der Hamas entdeckt und mehrere Kämpfer getötet haben.

Im Mittelpunkt der Bodenoffensive steht die Vernichtung von Raketenabschussrampen und Tunnelanlagen der Hamas. Die teils 20 Meter im Boden liegenden und hochentwickelten Tunnel stellen eine Bedrohung für Israel dar. Sie ermöglichen Hamas-Kämpfern auf israelisches Gebiet zu gelangen und dort Zivilisten zu entführen oder zu töten. Ein solcher Anschlag wurde gestern vereitelt.

Die Armee hat nun nach eigenen Angaben bereits mehrere Tunnel entdeckt. Bisher sind die Truppen nicht tief in den Gazastreifen eingedrungen - die Bodenoffensive ist keine völlige Übernahme. Noch nicht. Israels Premier Benjamin Netanjahu erteilte dem Militär die Anweisung, eine Ausweitung der Operation vorzubereiten.

Unterstützt von starkem Artilleriefeuer und Luftangriffen waren die Einheiten in der vergangenen Nacht über die Grenze vorgerückt. Mehrere Hamas-Kämpfer seien getötet oder gefangen genommen worden, teilte die Armee mit. Auch ein israelischer Soldat kam ums Leben.

Raketenbeschuss auf Israel geht weiter

Auf palästinensischer Seite gab es seit Beginn der Bodenoffensive zahlreiche Todesopfer und mehrere hundert Verletzte. Man sei nicht daran interessiert, Unschuldige zu treffen, erklärte Premier Netanjahu. Wenn das geschehe, dann aus Versehen, betonte er. Israels Armee sei moralisch wie keine zweite.

Die Hamas schoss unterdessen weiter Raketen auf Israel ab, allerdings weniger als in den vergangenen Tagen.

Geht Israel zu weit mit der Bodenoffensive? Israel-Experte Sebastian Engelbrecht, der viele Jahre für die ARD als Korrespondent in Tel Aviv arbeitete, ordnete den Konflikt in der Sendung "Studio 9" ein. Das Gespräch können .

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