Nacktszene mit Nastassja Kinski: Alice Schwarzer fordert Wim Wenders zum Handeln auf

Die Schauspielerin Nastassja Kinski fordert seit langem von Regisseur Wim Wenders, dass dieser eine Nacktszene mit ihr aus dem Film "Falsche Bewegung" herausschneidet. Als diese gedreht wurde, war sie dreizehn. Jetzt hat die Feministin Alice Schwarzer Wenders zum Handeln aufgefordert. Sie schreibt in der Zeitschrift Emma: "Wim: Höre auf zu reden – und handle! Schneide endlich diese verdammten zwei Minuten raus aus deinem Film!". In dem Streifen aus dem Jahr 1975 wird Nastassja Kinski in einer Szene mit nacktem Oberkörper gezeigt. Wenders hatte bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises am Freitag gesagt, er würde die Szene heute nicht mehr so machen. Seinem damaligen "jungen Ich" könne er aber keinen Vorwurf machen. Über die Frage, wie man mit Filmerbe umgehe und ob man einen Film im Nachhinein kürzen könne, bat er die Deutsche Filmakademie um eine Debatte. Kinskis Anwalt kritisierte Wenders’ Rede als Versuch, sich der persönlichen Verantwortung zu entziehen. Da der Regisseur ein persönliches Gespräch mit Kinski zu der Szene seit Jahren verweigere, kündigte der Anwalt den Übergang zu formalen juristischen Schritten an, schreibt der "Spiegel".