Nachkommen von Genozid-Opfern aus Namibia fordern Gerechtigkeit

    Entwicklungshilfe kann umfassende, echte Reparationen nicht ersetzen", sagte Mutjinde Katjiua (im Bild) von der Ovaherero Traditional Authority am Mittwoch in Berlin.
    Mutjinde Katjiua von der OvaHerero Traditional Authority am Mittwoch in Berlin. © picture alliance / epd-bild / Christian Ditsch
    Hochrangige Vertreter der Volksgruppen OvaHerero und Nama aus Namibia fordern von der deutschen Bundesregierung die Übernahme der vollen Verantwortung für den Völkermord, der an ihren Vorfahren begangen wurde. Entwicklungshilfe kann aus ihrer Sicht umfassende, echte Reparationen nicht ersetzen. Das erklärte heute Morgen Mutjinde Katjiua von der OvaHerero Traditional Authority in Berlin. OvaHerero und Nama fordern auch, dass die deutschen Institutionen alle geraubten menschlichen Gebeine und Kulturgüter zurückgeben. Am Abend will der Bundestag über zwei Anträge der Linken und Grünen zur vollständigen Anerkennung der Völkermorde beraten.