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Aktuell / Archiv | Beitrag vom 20.10.2015

Nach Pegida-AuftrittRandom House trennt sich von Autor Akif Pirinçci

Der Autor Akif Pirincci am 30.09.2013 in den Bonner Rheinauen. (Thomas Rabsch / dpa)
Der Autor Akif Pirincci: Die Staatsanwalt Dresden ermittelt gegen ihn wegen Volksverhetzung. (Thomas Rabsch / dpa)

Die Verlagsgruppe Random House nimmt die Bücher des Autors Akif Pirinçci aus ihrem Programm. Dies sei eine Reaktion auf seine "inakzeptablen Äußerungen", teilte der Verlag mit. Pirinçci erklärte auf einer Pegida-Demo, dass KZs "leider derzeit außer Betrieb" seien.

Pirinçci war einer der Redner während der Pegida-Demonstration am Montag in Dresden. Hier hatte er im Zusammenhang mit der Errichtung eines Flüchtlingsheims und des Verhaltens von Politikern gesagt: "Es gäbe natürlich andere Alternativen. Aber die KZs sind ja leider derzeit außer Betrieb."

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat nach einer Strafanzeige Ermittlungen gegen Pirinçci wegen Volksverhetzung aufgenommen. Die gesamte Rede des Autors war durchsetzt von verbalen Ausfällen und Anfeindungen, so sprach Pirinçci von einer "Moslem-Müllhalde" in Deutschland, warnte vor einer "Umvolkung", bezeichnete die Flüchtlinge als "Invasoren" und nannte Politiker "Gauleiter gegen das eigene Volk".

Die Verlagsgruppe Random House erklärte zu den Äußerungen, der Schutz von Demokratie und Menschenrechten sei "für uns ein zentraler Bestandteil unseres verlegerischen Schaffens, ebenso wie der Respekt vor Traditionen und der Wunsch nach kultureller Vielfalt". Die Aussagen Pirinçcis stünden diesen Werten "diametral" entgegen.

Über Hintergründe dieser Entscheidung der Verlagsgruppe Random House berichten wir in unserer Sendung "Lesart" (21.10., ab 10:05 Uhr) mit dem Journalist Jörg Sundermeier.

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