Nach Eklat: Südafrikanischer Pavillon bei Biennale in Venedig soll leer bleiben

    Gayton McKenzie, Minister für Sport, Kunst und Kultur Südafrikas, spricht während der Abschlusssitzung des Internationalen Forums der Vereinten Kulturen 2025 in St. Petersburg.
    Gayton McKenzie, Minister für Sport, Kunst und Kultur Südafrikas, fand Anstoß an der geplanten Kunst für den Pavillon in Venedig. © picture alliance / TASS / Alexander Demianchuk
    Der südafrikanische Pavillon wird bei der kommenden Biennale in Venedig 2026 leer bleiben. Das berichtet das Branchenmagazin "The Art Newspaper". Die Nachricht folgt auf einen Streit zwischen der Künstlerin Gabrielle Goliath und dem Kulturminister Gayton McKenzie. Dieser hatte das geplante Werk der Künstlerin blockiert, weil es sich mit dem Krieg im Gazastreifen befasst. Die Biennale-Version des Projekts "Elegy" zu Femiziden thematisierte auch Gewalt gegen Frauen in Gaza. Der Versuch von Goliath, gerichtlich gegen die Absage vorzugehen, ist nun jedoch gescheitert. Der Oberste Gerichtshof Südafrikas lehnte einen entsprechenden ab. Das Kulturministerium verkündete daraufhin, dass der Pavillion leer bleibe. Goliath will gegen die Entscheidung in Berufung gehen.