Nach der Gastspiel-Absage durch Saudi-Arabien sucht die Metropolitan Opera nach neuen Geldquellen

Es sollte der Rettungsanker für eine der bekanntesten Kulturinstitutionen der USA sein. Doch jetzt ist eine Vereinbarung mit Saudi-Arabien geplatzt. 200 Millionen Dollar hätte die Metropolitan Opera in den nächsten acht Jahren bekommen, wenn sie jeweils drei Wochen lang im Winter im Königlichen Opernhaus in der saudischen Hauptstadt Riad gastiert hätte. Der geplatzte Deal verschärft die Finanzprobleme der bedeutenden New Yorker Oper, die seit der Corona-Krise mit roten Zahlen zu kämpfen hat. Intendant Peter Gelb denkt daher über ein Sponsoring nach. So könnte aus der "Metropolitan Opera" könnte künftig die "Elon Musk Opera" werden. Auch einen Verkauf der weltberühmten Wandgemälde von Marc Chagall im Foyer der Met zieht Gelb in Betracht. Die Zeit drängt: bis zum Ende des fiskalischen Jahres am 31. Juli muss die Met 30 Millionen Dollar auftreiben - Geld, das eigentlich von der saudischen Regierung kommen sollte. Die Ratingagentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit der Metropolitan Opera gerade zum dritten Mal innerhalb eines Jahres herabgestuft.