Nach Beitrag mit KI-generierten Bildern: ZDF kündigt Pflichtschulungen für Mitarbeitende an

    Auf einem Bildschirm ist das Logo des "heute journal" zu sehen, eine Weltkugel vor blauem Grund.
    Das "heute journal" des ZDF. © picture alliance / dpa / Andreas Arnold
    Nach der Verwendung von KI-generierten und veralteten Bildern in einem Beitrag über die US-Einwanderungsbehörde ICE hat das ZDF verpflichtende Schulungen für Mitarbeitende angekündigt. Gegenüber dem "Spiegel" erklärte ein Sprecher des Senders, das ZDF arbeite den Vorfall auf und erstelle einen Maßnahmenkatalog, um Abläufe bei der Verifikation von bewegten Bildern noch strenger zu regeln. Dazu gehörten auch verpflichtende Schulungen für Mitarbeitende. Auslöser der Debatte war ein Nachrichtenbeitrag im heute journal. Darin waren unter anderem mit Künstlicher Intelligenz erzeugte Bilder verwendet worden. Eine Kennzeichnung, wie sie die internen KI-Regeln des Senders vorsehen, fehlte. Gegenüber dem "Spiegel" präzisierte das ZDF inzwischen die internen Abläufe. Die Autorin des Beitrags habe nach Darstellung des Senders "Videomaterial zur Bebilderung ihres Beitrags ausgewählt, ohne es vorher gewissenhaft und vollständig auf Herkunft und Authentizität überprüft zu haben“. Das entspreche nicht "den journalistischen Regeln und Standards" des ZDF. Weiter heißt es: "Auch von der heute journal-Redaktion wurden die Prüf- und Verifikationsverfahren nicht wie vorgesehen angewendet“. Der Vorfall hatte eine Debatte über journalistische Standards im öffentlich-rechtlichen Rundfunk und Fernsehen ausgelöst.