Nach Aus für Programm "Goethe-Institut im Exil" wird Unverständnis laut

Vor wenigen Tagen wurde bekannt: Das Programm "Goethe-Institut im Exil" wird mit sofortiger Wirkung eingestellt. Nun reagiert die Berliner Literaturkonferenz. Der Zusammenschluss der geförderten Literaturhäuser und -festivals sowie der Freien Literaturszene Berlins äußerte großes Unverständnis. Die Kürzung zerstöre auf einen Schlag gewachsene internationale Netzwerke und kulturellen Austausch, heißt es in einer Stellungnahme. Beides aber sei wesentlich für die gesellschaftliche Integration und Partizipation der betroffenen Künstlerinnen und Autoren. Vier Jahre lang ermöglichte "Goethe-Institut im Exil" es Kunstschaffenden aus Krisen- und Kriegsgebieten, ihre Arbeiten auf den Bühnen Berlins zu präsentieren. Es ging unter anderem um Länder wie Afghanistan, die Ukraine, Syrien oder die Palästinensergebiete, in denen Goethe-Institute aufgrund erhöhter Sicherheitsbedenken schließen mussten. Das Programm wäre laut unserem Korrespondenten ohnehin im Juni ausgelaufen, bis dahin waren aber noch zehn Veranstaltungen geplant.